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Elli Berlin wehren sich gegen anonyme Anschuldigungen

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Nachdem es im Zusammenhang mit der kürzlich beendeten Tour von Elli Berlin zu einiger Aufregung und auch Konzertabsagen gekommen ist, hat die Künstlerin auf Ihren Socials nun eine abschließende Erklärung zu den Ereignissen veröffentlicht. METAL HAMMER hatte im Podcast vom 1.5.2026 von den Vorwürfen und Konzertabsagen berichtet.

Nach öffentlich nicht näher konkretisierten Vorwürfen, sich nicht von rechtsoffenen und homophoben Künstlern abzugrenzen, sahen sich vereinzelte Clubs gezwungen, geplante Konzerte von Elli Berlin (mit Vorband Brunhilde) abzusagen. Elli Berlin zogen die Tournee durch (auch, nachdem Brunhilde nach eigener Darstellung krankheitsbedingt abspringen mussten), so gut sie konnten, und kommen nun dem Versprechen nach, sich ausführlicher zu der Situation zu äußern.

Das Statement von Elli Berlin zum Hintergrund der abgesagten Konzerte findet ihr in voller Länge unten. Darin erklärt die Band dass seit einiger Zeit anonyme Mails mit Vorwürfen gegen sie an Veranstalter, Partner und Medien verschickt würden. Laut Band und Polizei steckt vermutlich eine einzelne Person dahinter, die bewusst falsche oder verzerrte Behauptungen verbreite und dadurch Konzertabsagen verursacht habe.

Konkret geht es um zwei Musiker, denen wegen früherer Zusammenarbeit mit dem Künstler „Krähe“ Nähe zur rechten Szene unterstellt wird. Die Band betont, die beiden seien lediglich bezahlte Live-Musiker gewesen und hätten weder rechte noch homophobe oder transfeindliche Positionen vertreten. Als sich Krähe laut Band politisch in eine für sie problematische Richtung entwickelt habe, hätten sie die Zusammenarbeit beendet.

Die Band kritisiert, dass anonymen Anschuldigungen schnell geglaubt worden sei, bittet aber ausdrücklich darum, betroffene Clubs nicht zu boykottieren. Elli Berlin beschreiben ihre Community als offen und vielfältig und fordern dazu auf, sie nach ihrem tatsächlichen Verhalten statt nach anonymen Vorwürfen zu beurteilen. Parallel laufen polizeiliche Ermittlungen gegen die anonym agierende Person.

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Hallo ihr Lieben,
wir haben etwas länger benötigt, um zu den anonymen Verdächtigungen und Beschuldigungen Stellung zu nehmen. Dies geschah hauptsächlich auf Wunsch der ermittelnden Kriminalpolizei, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.
Tatsache ist, dass viele Freunde, Geschäftspartner, Presseleute und vor allem Veranstalter (und deren Partner) aus unserem Umfeld von einer anonymen Person mit wechselnder Identität, stets von anonymen Servern aus agierend, angeschrieben wurden. Wir und auch die ermittelnden Behörden, gehen davon aus, dass es sich hierbei um EINE Person handelt.
EINE Person, anonym agierend, reicht aus, um mit schlecht recherchierten und auch vielen vorsätzlich falschen Anschuldigungen eine ganze Personengruppe in Misskredit zu bringen und einen erheblichen Schaden zu verursachen. Was für eine feige und verachtenswerte Aktion! Vor allem war interessant zu beobachten, wie fanatisch diese Person auftritt und teilweise psychologisch interessante Tendenzen aufzeigt.
Für uns war es sehr erschreckend zu erfahren, dass von manchen Leuten/Geschäftspartnern diesem anonymen Kriminellen auf Anhieb geglaubt wurde und die Cancel Culture at its best zur Entfaltung brachte. Wie jeder mitbekommen hat, wurden uns ja Shows (und inzwischen auch einige Festivals und weitere Konzerte) auf der aktuellen Tournee abgesagt. Wir sind den Clubs aber nicht böse und verstehen, dass sie zumindest teilweise von ihren Partnern/Sponsoren und Geldgebern abhängig sind und auf deren Druck hin die Shows abgesagt haben.
Wir bitten ausdrücklich alle Fans, diese Clubs NICHT zu boykottieren. Jeder der Clubs vollbringt wertvolle Arbeit für die Gesellschaft und die Kunst. Diese Clubs sind Plattformen für Bands und gleichzeitig Begegnungsstätten unterschiedlichster Kulturen. Wir müssen dies unterstützen und am Leben erhalten!
Die anonyme Person unterstellt konkret zwei Musikern der Band Elli Berlin eine Verbindung zur rechten Szene, speziell zu dem Künstler „Krähe“. Es wird in den Schreiben gefordert, sich ausdrücklich und umfänglich von diesem Künstler zu distanzieren und Krähe als Nazi darzustellen.
Nun, Fakt ist, dass die beiden Musiker für Krähe gespielt haben. Sie waren Hired Guns (also bezahlte Musiker) und wurden je nach Aktivitäten gebucht und bezahlt. Es wurden bewusst falsche Zusammenhänge zwischen der Privatperson Krähe und den Musikern konstruiert. Sie waren keine festen Bandmitglieder bzw. Gesellschafter und somit nicht in Äußerungen oder Stellungnahmen von Krähe integriert oder beteiligt. Krähe hat nach Covid wohl seine Weltsicht geändert und Meinungen vertreten, welche in keinster Weise die Denkweise der beiden Musiker von Elli Berlin entsprechen. Nachdem die beiden festgestellt hatten, dass sich das Thema weiter in eine für sie nicht akzeptable Richtung entwickelt, haben sie das Gespräch gesucht, um eine Umkehr zu erreichen. Nachdem dies ergebnislos verlief, haben sie die Band verlassen. Das Einzige, was man ihnen eventuell vorwerfen kann, ist zu lange mit dieser Entscheidung gewartet zu haben. Aus menschlicher Sicht aber nachvollziehbar, da sie alles versucht haben, um die Situation zu normalisieren.
Sind weltweit die Arbeitnehmer (nichts anderes waren Jojo und Martin bei Krähe) für die Aussagen ihres Arbeitgebers verantwortlich zu machen (welche sie in unserem Falle lange gar nicht selbst mitbekommen haben)?
Niemals haben unsere Musiker rechte, homophobe oder transfeindliche Aussagen getätigt oder auf irgendwelchen Bühnen in Mikrofone gebrüllt.
Jojo: „Ja, wir wurden damals als Musiker für die Live-Band engagiert und haben seine (Krähe) Konzerte gespielt. Wäre Corona nicht dazwischengekommen, hätten wir sogar Shows von Johannes Oerding und Peter Maffay supportet. Allein das zeigt, dass es sich damals keineswegs um die angeblich rechtsextreme, homophobe oder transfeindliche Untergrundband gehandelt hat, als die sie heute dargestellt wird. Solche Ideologien hätte ich niemals unterstützt. Die Würde eines jeden Menschen ist für mich unantastbar!“
Martin: „Für mich stand immer die Musik im Vordergrund. Als Musiker bekommst du Termine, spielst deine Shows und machst deinen Job. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich dadurch mal in solch ein Fahrwasser gerate. Ich bin doch kein politischer Aktivist. Wer sich mal mit den Songs befasst hat, stellt schnell fest, dass da keine Extreme besungen oder propagiert wurden. In den letzten Jahren der Zusammenarbeit gab es dann kaum noch Konzerte, aber zunehmend persönliche Entwicklungen, mit denen wir uns nicht mehr identifizieren konnten. Deshalb haben wir die Zusammenarbeit schließlich beendet.“
Der Künstler Krähe war vor Covid ein respektierter Musiker und, wie erwähnt, konkret im Gespräch, als Support für Johannes Oerding und Peter Maffay zu touren. Beides Künstler, welche nicht unbedingt im Verdacht stehen, rechtes Gedankengut zu verbreiten!!! Wir wollen und können aber nicht über den Künstler Krähe oder irgendwelche andere Personen urteilen. Würden wir dies tun, würden wir uns auf eine Stufe mit unserem anonymen Schreiber begeben. Es fehlen uns auch zu viele Informationen und Fakten dazu. Und es ist ehrlich gesagt auch nicht unsere Aufgabe. Wir müssen nicht alles erklären und rechtfertigen, was auf dieser Welt passiert.
Wir sehen keinen Willen dieser anonymen Person, die gegen uns aufgebrachten Anschuldigungen zu diskutieren und Sachverhalte aufzuklären. Wir haben mehrfach umfangreich auf seine Mails geantwortet und versucht einen Dialog zu starten, um die Beschuldigungen aufzuklären. Leider kam NIE eine Rückmeldung. Der Person geht es definitiv nicht darum, den Sachverhalt aufzuklären, sondern lediglich, seiner krankhaften Neigung nachzugehen, überall Feuer zu entfachen und dann wieder abzutauchen.
Liebe Menschen da draußen: Bewertet uns nach unseren Taten und unserem Handeln – nicht nach anonymen und kriminellen Beschuldigungen! Gebt dem ganzen Wahnsinn mit Fake-News, falschen Verdächtigungen und Lügen in einem, zumindest teilweise, rechtsfreien Raum keine Plattform!
Wer uns kennt, wer unsere Konzerte besucht oder mit unserer Community in Kontakt kommt, weiß folgendes: Unsere Community besteht aus Menschen unterschiedlichster Herkunft, Hautfarben, Lebensrealitäten und sexueller Orientierungen. Und genau diese Menschen fühlen sich bei uns sicher, willkommen und respektiert. Nicht wegen irgendwelcher politischen Statements, sondern wegen unseres tatsächlichen Umgangs miteinander!
In diesem Sinne wünschen wir der Kriminalpolizei jetzt viel Erfolg und konzentrieren uns auf das, was wir am allerliebsten tun: Musik und Liebe verbreiten!

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