Kritik zu Japanische Kampfhörspiele LUXUSVERNICHTUNG Review

Japanische Kampfhörspiele LUXUSVERNICHTUNG Review

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Ganz der Do-It-Yourself-Lebensweise verschrieben, haben die Japanischen Kampfhörspiele das Cover ihrer EP LUXUSVERNICHTUNG mit einem mehrfach kopierten tanzenden Paar geschmückt. Ob man zu den 54 (!) Grind-Brocken tanzen kann, sei dahin gestellt. Sicher ist, dass die „Songs“ trotz der enormen Kürze Interessantes in sich bergen. Die gesammelten Fragmente der letzten Jahren, die es nie zu ganzen Liedern geschafft haben, können nämlich mit ordentlich Schmackes und skurrilem Wortwitz aufwarten.

Dafür sind die Japanischen Kampfhörspiele ja bereits über zehn Jahre bekannt, doch so resolut und trocken klangen sie noch nie – roh, aggressiv und direkt, wie Grind Punk eben sein muss. Mit der nötigen „Ich bin dagegen“-Haltung geht alles, und so werden mit bösartigem Gekeife und psychopathischen, bisweilen abstrakten Gitarren die Kurzgedichte präsentiert. Kritik an Staat, Medien, Metal und Menschen fehlt dabei nie.

Dazu passt der kratzige Sound, der jedoch nicht ganz zeitgemäß ist. Kunst hin oder her, LUXUSVERNICHTUNG bleibt anstrengend – aber eben immer mit einer guten Portion Humor, der vor allem zündet, wenn man die Texte liest. Wie immer werden die Japanischen Kampfhörspiele die Metal- und Grind-Gemeinde spalten, dennoch taugt LUXUSVERNICHTUNG für einen schmackhaften Grind-Snack zwischendurch.

Florian Krapp

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Juli-Ausgabe des METAL HAMMER.


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