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Jerry Cantrell BRIGHTEN

Alternative Rock, Jerry Cantrell (9 Songs / VÖ: 29.10.)

6/ 7
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Das erste Soloalbum des Alice In Chains-Gitarristen seit 19 Jahren und sein bislang drittes hat Cantrell mit dem Filmkomponisten und ehemaligen Marilyn Manson-Kollaborateur Tyler Bates co-produziert. Das hört man bereits beim Opener ‘Atone’, der mit pumpendem ‘Personal Jesus’-Blues-Gefühl Westernwüstenstaub aufwedelt und Bates erneut als perfekten Klang-Ingenieur in Sachen Roots-Fragen empfiehlt. Doch auch der Rest des illustren Ensembles – unter anderem gibt The Dillinger Escape Plans Greg Puciato den Background-Sänger – muss sich nicht verstecken. Mit dem THE PALE EMPEROR-erprobten Gil Sharone sowie Sessiondrummer Abe Laboriel Jr. (Paul McCartney) plus Duff McKagan am Bass hat Cantrell eine rassige Rhythmussektion im Rücken, die ihn auf Hymnen wie dem auch jedem Alice In Chains-Album gut zu Gesicht gestandenen Titel-Track (zu Höchstleis­tungen) antreibt. Während nicht allein das überraschend euphorische ‘Prism Of Doubt’ Cantrell in die Nähe von Wyldes BOOK OF SHADOWS rückt, kommt ‘Black Hearts And Evil Done’ akustisch mit Pedal-Steel daher und hätte sich ‘Dismembered’ genauso als perfekter Kandidat für eine JAR OF FLIES-Fortsetzung empfehlen können. Dass Cantrell BRIGHTEN dann auch noch exakt wie Elton Johns MADMAN ACROSS THE WATER (1971) mit einem sonoren Cover von dessen ‘Goodbye’ ausklingen lässt, zeugt zudem von Klasse. Wer sich schon immer gefragt hat, wie wohl eine astreine Americana-Version von Alice In Chains klingen würde, bekommt hier seine ausführliche und extrem gute Antwort.

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