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Kadavar FOR THE DEAD TRAVEL FAST

Hard Rock , Nuclear Blast/Warner (9 Songs / VÖ: 11.10.)

6/ 7
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Kadavar sind wieder zurück in der Siegerspur. Mit dieser Ver­öffentlichung entpuppt sich der etwas orien­tierungslose Vorgänger ROUGH TIMES nachträglich noch mehr als Schluckaufscheibe in der ansonsten ziemlich makellosen Diskografie des Dreiers. Dass FOR THE DEAD TRAVEL FAST von alten Horrorschinken-Soundtracks und Werner Herzogs ‘Nosferatu’-Fassung inspiriert ist, stellt der atmosphärische Opener ‘The End’ sowie ein Blick auf das transsilvanische Postkarten-Artwork (original mit Dracula-Schloss im Hintergrund) unmissverständlich klar. Als hätten Kadavar ein halbes Jahr mit Argento-Filmen, Analog-Synthies und einer großen Tüte Acid-Würfelzucker im Kohlenkeller von Uncle Acid & The Deadbeats Kevin Starrs verbracht, kanalisiert die Berlin-basierte Band auf ihrem fünften Album mit frisch geregeltem Proto Metal-Proteinhaushalt neben Black Sabbath sämtliche schwarzen Künste zu einem ultimativen tonalen Schauerromantik-Trip.

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Dazu hat Sänger/Gitarrist Christoph „Lupus“ Lindemann seinen Gesang in bislang ungeahnte Höhen geschraubt sowie adäquat satanisch-sakral auf Geisterstunde frisiert und setzt es solch veritable Gruselgroßtaten wie das Hook-strotzende ‘Children Of The Night’, den ultimativen Untotenschwofer ‘Dancing With The Dead’ oder das psychedelisch-hypnotische Doppel aus ‘Saturnales’ und dem epischen ‘Long Forgotten Song’ im Schlepptau. Zu diesem inspirierten, gänsehautgarantierenden Retro Rock-Reboot kann man Kadavar nur beglückwünschen.

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