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Kadinja SUPER 90′

Progressive Metal, Arising Empire/Warner (11 Songs / VÖ: 18.1.)

4/ 7
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Kadinja hatten wohl noch ein paar unveröffentlichte Lieder von ihrem 2017 erschienenen Debütalbum ASCENDANCY übrig: Das könnte man zumindest vermuten, wenn man sich die neue Platte des Progressive Metal-Trupps anhört. Die insgesamt elf Songs schließen nahezu nahtlos an das Vorwerk der Pariser an und speisen sich aus jeder Menge störrischer Stakkato-Riffs, für deren beachtliche Ausführung man mehr als einmal anerkennend mit dem Kopf nicken kann. Dabei werden die Gitarren in ihrem Sound hin und wieder so verfremdet, dass sie an einen alten Drucker erinnern, der verzweifelt versucht, nicht vorhandenes Papier in seinen Schlund zu ziehen.

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Mit mehrmaligem Hören verschwimmen die vielen Spielereien jedoch immer mehr, und der Effekt der musikalischen Erfahrung auf mehreren Ebenen bleibt leider aus. Auf SUPER 90’ verbinden Kadinja ihren Meshuggah-Djent mit sehr viel sphärischer Melodie, was in einigen Liedern wie ‘Empire’, ‘House Of Cards’ oder ‘Muted Rain’ auch gut funktioniert. Der Gefühlstacho schlägt aber einige Male vom angenehm Behaglichen ins Weichgespülte über, was sich durch die sehr glatte Produktion erklären lässt und vor allem dann passiert, wenn die Melodie in den hohen Tönen des Klargesangs gipfelt, wie beispielsweise bei ‘From The Inside’. Allgemein fehlt es SUPER 90’ an dynamischem Aufbau und der präzisen Herausarbeitung bestimmter musikalischer Teile, wodurch sich diese Platte sehr schnell in die Länge zieht und damit eher zum Nebenbeihören eignet.

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