Die frühere Nightwish-Frontfrau Tarja Turunen hat sich in einem aktuellen Interview mit dem spanischen Metal Hammer an ihre Zeit mit den finnischen Symphonic-Metallern erinnert. Zunächst ging es darum, ob es die Sopranistin schon einmal in Erwägung gezogen hätte, mit einer eigenen Biografie auf das autorisierte Nightwish-Buch ‘Once Upon A Nightwish: The Official Biography 1996-2006’ zu reagieren.
Die Chemie muss stimmen
„Vielleicht eines Tages“, ließ Tarja offen. „Ich habe während der Coronazeit ein Buch geschrieben. Es ist keine richtige Biografie. Es geht um meine Karriere, wobei ich nicht allzu sehr auf meine Vergangenheit bei Nightwish eingegangen bin. Vielleicht kann ich eines Tages darauf zurückkommen. Vielleicht. Es ist eben nur ein ‚vielleicht‘. Ich habe nicht das Gefühl, mich groß rechtfertigen zu müssen. Aber eines kann ich sagen: An jener Biografie war ich kaum beteiligt. Sie haben nur ein einziges Telefoninterview mit mir geführt – zwanzig Minuten, das war’s. Aber vielleicht, womöglich.“
Des Weiteren merkte der Journalist an, dass Turunen, wenn sie heutzutage auf Tour unterwegs ist, regelrecht glücklich rüberkommt. „Ja, das stimmt“, bestätigte Tarja. „Ich habe einige Kolleginnen — zum Beispiel Sharon Den Adel. Als ich mit Within Temptation auf Tour war, fragte sie mich: ,Wie um alles in der Welt schaffst du es, ständig so viele Shows zu spielen, Tarja? Du bist ja ununterbrochen auf Tour.‘ Ich meinte nur: ‚Ja, das bin ich.‘ Aber ich genieße das auch wirklich sehr. Ich habe großen Spaß daran. Bei meinen Auftritten glühe ich förmlich vor Energie. Ich bin wirklich sehr glücklich. Es freut mich also zu hören, dass du das an mir wahrgenommen hast, denn es ist absolut echt.“
🛒 JETZT NIGHTWISH-SHIRT BEI AMAZON GÖNNEN!Darüber hinaus erzählte Tarja weiter: „Natürlich ist es hart, ständig unterwegs zu sein. Als Mutter die Haustür hinter sich zuzuziehen, die Familie zurückzulassen und wochenlang von zu Hause weg zu sein – das ist schwer. Ich vermisse meine Familie. Auch körperlich ist das Touren und Unterwegssein anstrengend. Aber ich habe das beste Team um mich herum. Wir sind wie eine glückliche Familie. […] Sie sind für mich da, und das ist ein tolles Gefühl. Sie unterstützen mich, und wenn ich mal einen beschissenen Tag habe, bieten sie mir eine Schulter zum Anlehnen.
Genau so war es auch, als ich mit Marco [Ex-Nightwish-Bassist Hietala] unterwegs war. Wir hatten gute und schlechte Tage und waren füreinander da. Für mich ist es sehr wichtig, dieses Glück zu spüren, denn ich wäre unter keinen Umständen bereit, zu der Situation zurückzukehren, in der ich mich damals bei Nightwish befand. Es war so elendig. Es war keine glückliche Zeit. Warum auch? Man macht Musik – das sollte doch glücklich machen. Ich möchte, dass die Leute zu meinen Shows kommen und glücklich nach Hause gehen. Ja, diese Energie zu haben, ist absolut wichtig.“
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