Mit THE FALL OF HEARTS schmieden Katatonia mehr denn je an einer den reinen Metal-Sektor sprengenden Karriere. Bereits auf dem Vorgänger DEAD END KINGS (2012) hatten die Schweden ihre noch offenkundige Hinwendung zu progressiveren Sounds und dunkelmelodischen Arrangements à la Opeth oder Amorphis nahezu perfektioniert.
Mit veränderter Besetzung (neu an Bord sind Schlagzeuger Daniel „Mojjo“ Moilanen und Tiamat-Gitarrist Roger -Öjersson) hat nun eine noch konsequentere Öffnung der Stilmittel stattgefunden. Hinzu kommt die gewohnt exquisite Produktion, bei der Tonmeister Jens Bogren an Mix und Mastering erfolgreich geschraubt und sie mit wahrem Tiefgang ausstaffiert hat.
In ‘Old Heart Falls’ wird man von Melancholie und Intensität, in ‘Last Song Before The Fade’ und im mit 7:20 Minuten längsten Stück ‘Serac’ von einer atemberaubenden Dynamik mitgerissen. Zudem beweisen Sänger Jonas Renkse und Gitarrist Anders Nyström in ‘Decima’, dass fast alle Songs auch als Akustik- oder Semiakustikversionen zünden würden. Der Grund: Katatonia sind einfach geniale Song-Schreiber. FALL OF HEARTS beweist dies mit jeder einzelnen Note.
ÄHNLICHE KRITIKEN
Bagman
Beyond Good And Evil: 20th Anniversary
WarioWare: Get It Together! (Nintendo Switch)
Wario ist zurück - und hat mit ‘WarioWare: Get It Together!’ eine ganze Wagenladung an neuen, witzigen Mikrospielen im Gepäck.
ÄHNLICHE ARTIKEL
Das Metal-Jahr 1996: Zwischen den Stühlen
Während Mitte der Neunziger bereits der nächste Mainstream-Trend gefunden ist, tut man sich im (Hard) Rock- und Heavy Metal-Segment noch schwerer.
Megadeth wollen aufhören, bevor Mustaine nicht mehr kann
Megadeth wollen mit ihrem finalen Album ein letztes Mal auf Welttournee gehen, bevor der Gesundheitszustand von Dave Mustaine dies unmöglich macht.
Die 500 besten Metal-Alben (21): BLACK SABBATH
Diese Wurzel alles Bösen knackt nach einem Jahr die Marke von einer Million verkaufter Platten und gilt als erstes Heavy Metal-Album.
