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Khold HUNDRE ÅR GAMMAL Review

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Die jüngere Geschichte der Norweger wirkt auf den ersten Blick etwas undurchsichtig: Kurz nach dem 2005er-Album KREK wurde die Band auf Eis gelegt, um den offiziellen Vorläufer Tulus neu zu beleben. Deren Reunion-Album BIOGRAPHY OBSCENE erschien 2007 und hinterließ – formulieren wir mal vorsichtig: einige entsetzte Gesichter. Statt Sturm-und-Drang-Schwarzmetall gab’s Flamenco-Zwischenspiele und sogar Saxofon-Einsätze.

Dennoch muss dabei über irgendeinen Sublimierungsprozess der Wille der Beteiligten zur traditionell nordischem Geklirre ausgemerzt worden sein, denn – um endlich zu dieser CD zu kommen – die flugs reaktivierten Khold machen jetzt das, was irgendwie schon immer abzusehen, aber nie eingetreten war: Ihr früher immer an Mid-Tempo-Darkthrone angelehnter, also rockiger Black Metal-Sound mutiert auf HUNDRE ÅR GAMMAL zu einer Art Alternative Rock mit anderen Mitteln.

Sprich: Die Gitarren klirren verhalten und recht thrashig, Frontmann Sverre „Gard“ Stokland raspelt mit seinem Organ düstere Zeilen über das Ganze, aber es gibt so gut wie keine Blastbeats, alles wirkt betont minimalistisch und Riff-basiert – und wird dadurch angreifbar.

Zwar ziehe ich meinen Hut vor der Fähigkeit Kholds, wie keine zweite Black Metal-Band zu klingen – aber meine Herren: Es wird Zeit, mal ein paar Hits zu schreiben.

Robert Müller

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Dezember-Ausgabe des METAL HAMMER.


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