Träumerische Vocals, atmosphärische Riffs: Der Song-Titel des Album-Openers ‘Dream Core’ ist passend gewählt. Klimt 1918 aus Italien präsentieren mit leichten Melodien und sanft verzerrten Gitarren ihr neuestes Werk ÀMOR; die erste Platte der Formation seit ihrem Doppelalbum SENTIMENTALE JUGEND, das 2016 erschien. Inspiriert von Bands wie Bauhaus oder Joy Division machen die Italiener seit ihrer Gründung 1999 seichte Rock-Musik, grob vergleichbar mit Werken von The Jesus And Mary Chain, jedoch ohne deren Händchen für Eingängigkeit. Stattdessen verschwimmen die Lieder auf ÀMOR schnell zu einem poppig-atmosphärischen Einheitsbrei, der nur selten durch ein interessantes Saxofon (‘Eros’) aufgemischt wird. Der Pop-Rock der Italiener bildet den weltentrückten Gegenpol zum Black Metal-Portfolio ihrer Label-Heimat Prophecy Productions. Erst auf ‘Eros’ tauchen atmosphärische Riffs auf, die, wenn sie etwas kälter und härter gespielt würden, auch im Black Metal passen würden.
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