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Livgone ALMOST THERE

Dark Rock, Svart/Membran (7 Songs / VÖ: 22.3.)

4.5/ 7
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Düster, atmosphärisch und etwas trotzig, aber auch melodisch und mit kleinen Lichtblicken – das beschreibt die Musik von Livgone wohl am ehesten. Das Trio aus Toulouse (Frankreich) schlägt einen ähnlichen musikalischen Weg ein wie Messa oder This Will Destroy You. Dies wird bereits im einleitenden ‘Walk To Derealization’ deutlich. ­Ruhige, harmonische und breitge­fächerte Instrumental-Arrangements, versetzt mit sehr doomigen Riffs und der klaren Stimme von Elise ­Aranguren, ziehen recht schnell in ihren Bann. Während ‘Silverstone’ etwas Ätherisches hat, ist ‘Hypoesthesia’ relativ schwer, und ‘Watching Them Feel’ geradezu ekstatisch. ‘Dance So I Can’ beginnt überraschenderweise mit einem Orgelspiel, und Elises Stimme erinnert leicht an die von Björk. Was für einige anstrengend klingen mag, ist für Livgone der künstlerische Ausdruck von Emotionen auf eine ganz eigene Art und Weise, die beinahe schon an ein postmodernes Theaterstück erinnert.

Wer klassische Melodiebögen und Kontinuität erwartet, ist vollkommen fehl am Platz – besonders bei Stücken, wie ‘J’y suis presque’ und ‘There’, die tatsächlich wie aus einer anderen Zeit oder gar Welt scheinen. Ein anspruchsvolles und mutiges Album, das neugierig macht auf das, was noch kommen möge. Insbesondere live könnte ­ALMOST THERE eine beinahe ­transzendentale Erfahrung sein.

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