Toggle menu

Metal Hammer

Search

Long Distance Calling AVOID THE LIGHT Review

teilen
mailen
teilen
von

Doping im Sport ist momentan ein heiß diskutiertes Thema. Bei der Gelegenheit sollte die Musikszene vielleicht auch kontrolliert werden, denn die Leistungssteigerung von Long Distance Calling ist geradezu verdächtig. Spielten sie mit ihrem Debütalbum SATELLITE BAY noch im oberen Mittelfeld der zweiten Postrock-Liga, gelingt ihnen mit dem Nachfolger AVOID THE LIGHT der Einzug in die Champions League.

Und das in beeindruckender Manier, denn das Gemeinschafts-Team aus Münster, Dortmund und Mannheim konnte sich in jeder Beziehung steigern. Die Songs sind griffiger, kompakter und abwechslungsreicher geworden, bleiben jedoch im Gegensatz zum Debüt trotz Überlänge sofort hängen und bieten Inspiration für großes Kopfkino. Und trotz des konstant hohen Niveaus gibt es einen Song, der deutlich herausragt: “The Nearing Grave” mit Jonas Renkse (Katatonia) am Mikrofon – dieser Song wäre auf jedem Katatonia-Album das beste Stück gewesen (und damit sei nicht gesagt, dass diese schlecht wären).

Entweder sind Long Distance Calling der Jan Ullrich der Postrock-Szene, oder ein heißer Anwärter auf das nächste große Ding. Hier fehlt jedenfalls nicht viel zur Höchstnote!

Wolfgang Kuhn


ÄHNLICHE ARTIKEL

Linkin Park beim CL-Finale: "Müll", ätzt Fußball-Legende

Linkin Park stießen mit ihrem Stelldichein direkt vor dem Anstoß des Champions League-Finales am Wochenende nicht überall auf Gegenliebe.

Video: Linkin Park rocken das Champions League-Finale

Linkin Park werden beim diesjährigen Champions League-Finale in München aufspielen.

METAL HAMMER präsentiert: Slipknot

Zur Feier ihres Debütalbums kommen die maskierten Modern-Metaller Slipknot im Dezember 2024 mit Bleed From Within für drei Termine nach Deutschland.

teilen
mailen
teilen
Frauen im Metal: Ist das Feminismus oder kann das weg?

Es sollte nichts Besonderes sein, wenn eine Band eine Musikerin einstellt anstatt ein männliches Pendant. Es sollte auch selbstverständlich sein, dass Bands mit weiblicher Besetzung genauso gut gebucht werden wie komplett männlich besetzte Formationen. Schließlich sind die Wurzeln des Rock’n’Roll auf eine schwarze Frau zurückzuführen. Sister Rosetta Tharpe untermalte einige ihrer Gospel-Songs mit einer flotten E-Gitarre und wird deswegen von vielen als Mutter des Genres verehrt. Trotzdem ist es ärgerlicherweise immer noch überraschend, wenn mal eine Frau ran darf. Rock- und Metal-Festivals sind zweifellos nach wie vor von männlichen Bands dominiert, und die Headlinerslots sowieso. Und auch wir müssen uns…
Weiterlesen
Zur Startseite