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Lucid Dreaming UPON THE BARRICADES

Power Metal, El Puerto (10 Songs / VÖ: 10.7.)

4/ 7
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Konzeptalben über Drachen, Dämonen oder Fantasy-Welten gibt es bekanntlich genug. Umso interessanter wirkt deshalb das Konzept hinter UPON THE BARRICADES: Songwriter Till Oberboßel, ansonsten bei Elvenpath aktiv, widmet sich der deutschen Geschichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – genauer gesagt der Zeit nach den Napoleonischen Kriegen, der Revolution von 1848 sowie dem letztlichen Scheitern der frühen demokratischen und nationalstaatlichen Bewegungen. Musikalisch verfolgen Lucid Dreaming dabei bewusst einen anderen Ansatz als klassische Metal-Opern wie Avantasia. Oberboßel setzt deutlich stärker auf Gitarrenarbeit statt Keyboard-Wände. Stilistisch pendelt das Material zwischen klassischem Power Metal, traditionellem Heavy Metal und epischen Momenten. Manchmal fühlt man sich an Running Wild erinnert, dann wieder an Judas Priest, während die größeren Chöre und hymnischen Passagen durchaus Parallelen zu Blind Guardian aufweisen. Zum Gelingen tragen auch die zahlreichen Gastsänger bei (unter anderem Blaze Bayley, Zak Stevens, Ralf Scheepers, Piet Sielck). Ohne schwächere Momente kommt UPON THE BARRICADES allerdings nicht aus. Über die lange Spielzeit hinweg entsteht ein gewisser Spannungsabfall innerhalb der Erzählung, zudem besitzen manche Riffs nicht die nötige Aussagekraft, um sich dauerhaft im Ohr festzusetzen. Lucid Dreaming liefern dennoch unterhaltsamen Geschichtsunterricht in ansprechendem metallischem Gewand und beleuchten eine Epoche, die bislang eher unterrepräsentiert war.

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