Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Die neue Master-Scheibe ist doch nicht so unterirdisch schlecht ausgefallen, wie man es hätte erwarten können… Paule Speckmanns Bedeutung für die weltweite Death Metal-Szene wird wohl auf ewig diskutiert werden: Die einen huldigen ihn als d-e-n Vorreiter der Szene, während die anderen seine Rolle in Zusammenhang mit seiner Band Master als eher redundant erachten. Wie dem auch sei: Fest steht, dass Paule schon seit Ewigkeiten am Start ist, nach wie vor Bass spielt und Death Metal macht. So auch auf THE HUMAN MACHINE.
Das neue Werk klingt für Master-Verhältnisse an einigen Stellen geradezu modern, meist wird aber die Old School-Fahne gehisst. Speckmanns „Ächzen“ (stellt euch Obituarys Jahrhundertstimme John Tardy in ganz schlecht vor) alias Gesang nervt zwar auf Dauer, aber rein musikalisch wird räudig-rabiat die Hobelbank bedient.
Klangtechnisch wähnt man sich im soliden Bereich, wenngleich das Songwriting maximal zweidimensional ist. Ob wirklich jemand diese Scheibe kaufen wird, vermag man nicht zu prophezeien, schließlich wartet die Death Metal-Welt auf alles andere, aber nicht auf ein neues Master-Album. Und dennoch – und da wiederhole ich mich gerne: So drittklassig ist die Platte gar nicht geworden…
Anzo Sadoni
Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Mai-Ausgabe des METAL HAMMER.
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