Toggle menu

Metal Hammer

Search

Kam Lee (Massacre): Slayer haben den Death Metal erfunden

von
teilen
mailen
teilen

Gemeinhin gilt SEVEN CHURCHES (1985) von Possessed als Startpunkt für die Entstehung des Death Metal. Massacre-Sänger und Ex-Death-Schlagzeuger Kam Lee hat dazu offenbar eine andere Meinung. Laut ihm stammen die Grundzüge des Genres aus der Feder von Slayer wie er im Beyond The Massacre-Podcast erklärte.

Zurück zu den Wurzeln

„Ich habe kürzlich ein Interview mit Alex Webster von Cannibal Corpse gesehen, in dem er sagte, dass der gesamte frühe Death Metal aus dem Umfeld von Slayer stammt. Und das stimmt — absolut. Wer das leugnet, ist ein absolutes Arschloch. Es ist die Wahrheit“, betonte Lee. „Slayer sind Slayer, weil es eben Slayer sind. Also ja, […] vielleicht nicht das Fundament, aber definitiv die Blaupause, stammt von Slayer.“ Auch für Massacre bedeutete diese Vorarbeit ein Quell der Inspiration, denn mit Death und Massacre orientierte er sich penibel an der Vorlage.

„So richtig Fahrt nahmen wir allerdings erst mit ‘Reign Of Terror’ [REIGN OF TERROR, Demo von Death, 1985 – Anm.d.A.] auf, denn mein Schlagzeugspiel war damals viel aggressiver. […] Den entscheidenden Schritt gab dann Chuck [Schuldiner – Anm.d.A.] mit ‘Beyond The Unholy Grave’ [ZOMBIE RITUAL, 1986 – Anm.d.A.]. Und ab diesem Zeitpunkt wollten wir uns musikalisch weiterentwickeln.

Essentielle Breaks

Chuck wurde ein deutlich besserer Musiker. Das war offensichtlich. Man konnte es hören. Man hörte den Unterschied zwischen dem, was Chuck und was Rick [Rozz, Gitarrist von Death 1984-1985; 1987-1989 – Anm.d.A.] schrieben. Aber Chuck experimentierte. ‘Reign Of Terror’ war Chucks Song. Er klingt mit nichts vergleichbar. 

Ich will hier niemanden kritisieren, der später bei Massacre dazugestoßen ist und versucht hat, etwas Ähnliches zu schreiben, aber ein Element fehlt – und die Blaupause dafür geht zurück auf Slayer. Es sind die Slayer-Breaks. Massacre hat die Slayer-Breaks. […] Viele Musiker versuchen heutzutage, alles als einen einzigen, fließenden Übergang zu schreiben, und vergessen dabei genau das, was ich die Slayer-Breaks nenne.“


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

teilen
mailen
teilen
Kreator: 40 Jahre PLEASURE TO KILL

1986 war ein Jahr, in dem Thrash Metal endgültig explodierte. MASTER OF PUPPETS (Metallica), REIGN IN BLOOD (Slayer), ETERNAL DEVASTATION (Destruction) - Klassiker, die heute wie Monumente im Genre stehen. Mitten in diesem Ausnahmejahr veröffentlichte ein kleiner Haufen junge Musiker aus Essen ihr zweites Album unter dem Namen Kreator: PLEASURE TO KILL. Ein Werk, das nicht nur den deutschen Thrash schärfer, schneller und kompromissloser machte, sondern auch die Grenzen zum Death Metal aufstieß - lange, bevor diese Schubladen überhaupt klar definiert waren. Zwischen Thrash und Death: ein Album aus einer Zeit ohne Grenzen Kreator waren 1986 noch weit davon entfernt,…
Weiterlesen
Zur Startseite