Als Gitarrist von Slayer und Exodus hat Gary Holt eine lange Karriere, auf die er zurückblicken kann. Seit mehr als 40 Jahren steht der inzwischen 62-Jährige auf der Bühne – von Erschöpfung ist jedoch keine Spur. Nichtsdestotrotz ist sich Holt bewusst, dass dieser Zustand nicht ewig andauern wird.
So lange es geht
In einem Interview mit Fistful Of Metal sprach Gary Holt über die Möglichkeit eines Tages in Rente zu gehen. „Ich möchte nicht auf der Bühne sterben. Ich habe viel Zeit damit verbracht, über meine eigene Sterblichkeit nachzudenken, aber ich brauche noch mindestens 25 weitere Jahre mit meinen Kindern und Enkeln. Um diesen Punkt zu erreichen, tue ich alles, was ich kann.“
Weiter erklärt er: „Sollten Exodus einmal an den Punkt gelangen, an dem wir wissen: ‚Jetzt ist es so weit‘, dann schlagen wir vielleicht denselben Weg ein, den unsere Freunde eingeschlagen haben und gerade beschreiten. Oder vielleicht beenden wir es einfach. Wer weiß?“ Dabei bezog er sich auf Megadeth, die im Januar ihr letztes Album veröffentlicht haben und sich mit einer Welttournee verabschieden.
Holt fügt hinzu: „Wenn mein Tag gekommen ist und ich das nicht mehr machen kann, werde ich viele großartige Erinnerungen haben. Ich bin sicher, wir werden es gebührend feiern – wann immer dieser Tag auch kommen mag. Es sei denn, es passiert etwas Drastisches, wie dass ich bei einem beschissenen Landwirtschaftsunfall beide Arme verliere. Aber vorerst sind Exodus stärker denn je, und dieses Album ist der Beweis dafür, dass wir noch jede Menge Energie in uns haben.“
Erst im März haben die Thrasher ihr zwölftes Studioalbum GOLIATH mit Rückkehrer Rob Dukes veröffentlicht. Kurz darauf waren Holt und Co. mit Kreator, Carcass und Nails auf Europatournee. Anschließend startete die Nordamerika-Tour mit Sepultura, Biohazard und Tribal Gaze. Es scheint, als ob Exodus gerade noch einmal richtig in Fahrt kommen. Bei Robbs MetalWorks gab Gary Holt bereits im letzten November an: „Will ich weitermachen, bis ich 70 bin? Ich weiß es nicht. Aber ich kann nicht in Rente gehen. Ich muss weiterarbeiten. Also mache ich weiter – so lange ich kann.“
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