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Oscar Rilo (Benediction): Diskriminierung am Flughafen

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Da sich Dave Ingram wegen fortschreitender Arthritis und den damit verbundenen Schmerzen nicht mehr dazu in der Lage sieht, seine Rolle als Sänger bei Benediction zu erfüllen, trat er vor Kurzem zurück. Solange kein dauerhafter Nachfolger gefunden ist, helfen bei den anstehenden Auftritten befreundete Musiker aus. Aktuell hat Oscar Rilo (Dark Embrace) den Aushilfsposten inne.

Unangenehm

Nach einem Auftritt im niedersächsischen Vechta wollte Rilo am 17. Mai eigentlich entspannt in die Heimat fliegen. Doch die Heimreise entpuppte sich als Horror-Trip für den Spanier. Einen Tag vor dem Abflug war seine komplette Reservierung ohne jegliche Benachrichtigung gestrichen, obwohl alles vollständig bezahlt gewesen sei. „Da ich befürchtete, im Ausland festzusitzen, blieb mir nichts anderes übrig, als über die Lufthansa-App ein komplett neues Ticket und aufgegebenes Gepäck zu kaufen, um sicherzustellen, dass ich nach Hause zurückkehren kann. Das verursachte zusätzliche Kosten.“

Damit aber noch nicht genug. Als ob dieser Sachverhalt nicht schon ärgerlich genug wäre, wiederfuhr Oscar Rilo beim Zwischenstopp in Frankfurt „eines der unangenehmsten und demütigendsten Reiseerlebnisse“, die er laut eigenen Angaben je hatte. „Am Gate, wo etwa 150 bis 200 Passagiere warteten, kam eine Lufthansa-Mitarbeiterin auf mich zu und teilte mir mit, dass ich nur ein Gepäckstück mitnehmen dürfe. Ich erklärte ihr höflich, dass mein Gepäck den Lufthansa-Richtlinien entspräche und zeigte ihr die Bestätigungs-E-Mail, in der dies klar vermerkt war.“

Bloßgestellt

Obwohl andere Passagiere mit ähnlichem oder sogar größerem Gepäck durchgewunken worden waren, habe die Mitarbeiterin Rilo seine Bordkarte abgenommen und ihn so lange festgehalten, bis ein Vorgesetzter eingetroffen sei. „Als ich später versuchte, das Flugzeug zu betreten, wurde mein Zugang am Gate-Scanner vor aller Augen automatisch blockiert. Dies zwang mich dazu, beiseitezutreten, während die übrigen Passagiere an Bord gingen.“

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Dann sei das Gewicht des Gepäcks pötzlich das Problem gewesen. Nach einigem Hin und Her, dufte der Musiker sein Gepäck aufgeben und das Flugzeug betreten. Zurück blieb ein bitterer Beigeschmack. „Es war die Art und Weise, wie ich während des gesamten Vorgangs behandelt wurde. Selbst nachdem ich wiederholt erklärt hatte, dass ich kein Deutsch spreche, sprach derselbe Mitarbeiter mich bis zur Flugzeugtür hin ausschließlich auf Deutsch an.“ 

Weder Rilo noch dessen Mitreisende konnten die Behandlung nachvollziehen. „Die einzige Erklärung, die mir einfällt, ist, dass ich aufgrund meines Aussehens und weil ich am Gate ein Metal-Magazin (METAL HAMMER) las, beurteilt wurde. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich mich 2026 fragen müsste, ob mein Aussehen oder mein Musikgeschmack Einfluss darauf haben könnten, wie man mich beim Boarding behandelt.“ Zu Recht fühlt er sich deshalb „bloßgestellt, ungerechtfertigt angegriffen und zutiefst enttäuscht.“ 


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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