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Ozzy Osbourne: Jack Osbourne verteidigt KI-Avatar-Plan

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Kiss arbeiten bekanntlich schon länger daran, eine Avatar-Show auf die Beine zu stellen. Eine weitere Ikone des Heavy Metal beziehungsweise die Familie dieser Legende zieht nun nach: So soll Osbourne als Avatar wieder zum Leben erweckt werden, wie License Global berichtet. Jack und Sharon Osbourne bestätigten dies vergangene Woche auf der Licensing Expo 2026 (der weltweit größten Fachmesse für Markenlizenzierung) in Las Vegas.

Next Level

Die Osbourne-Familie arbeitet dabei mit dem Unternehmen Hyperreal zusammen, laut Jack „die digitale DNS von Ozzy Osbourne, also Stimme, Bild und Bewegung“ erzeugen soll. „Die Dinge, die man damit anstellen kann, sind einfach unendlich“, ergänzt Witwe Sharon. Hyperreal hat unter anderem bereits einen lebensgroßen, von KI angetriebenen Avatar von Comic-Legende Stan Lee kreiert, der bei der Comic Con 2025 in Los Angeles mit Besucher interagiert hat. Zudem hat Hyperreal schon digitale Avatars von Paul McCartney, Notorious B.I.G. und Mike Tyson erzeugt.

„Es ist irgendwie beängstigend, dass es wirklich präzise ist“, urteilt Jack. „Ozzy Osbourne wird digital als er selbst existieren, solange wir Computer haben. Die Technologie hat sich schon so weit entwickelt, dass es fast nur mehr ‚drag and drop‘ ist. Man könnte eine Vorlage für einen Werbe-Clip drehen und vorgeben, was der digitale Ozzy in dem Clip machen soll. So einfach ist das jetzt.“ Sharon fügt an: „Man kann Ozzy alles fragen — und er wird mit seiner eigenen Stimme antworten. Und die Antworten werden das sein, was Ozzy gesagt haben würde. Wir werden damit um die ganze Welt gehen. Die Leute können mit ihm reden, und er wird antworten.“

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Als nach dieser ursprünglichen Ankündigung Kritik von Seiten der Fans an dem Vorhaben laut wurde, meldete sich Jack Osbourne am 22. Mai mit einem Livestream bei YouTube zu Wort und konkretisierte die Pläne. „Der Punkt ist: Was wir machen, wird geschmackvoll sein. Es wird nicht verdammt langweilig sein. Was wir machen, ist echt komplex. Das ist nicht nur, als ob man ein Bild meines Vaters bei ChatGPT hochlädt. Wir arbeiten hier mit hochrangiger Technologie. Es wird sich sehr real anfühlen. Und es ist irgendwie verrückt, wie es angewandt werden wird. Aber es ist fantastisch und echt cool. Ich glaube, mein Papa würde darauf stehen. Denn wir haben tatsächlich darüber gesprochen, bevor er gestorben ist. Also weiß ich, dass ihm das gefallen würde.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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