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Memoriam RISE TO POWER

Death Metal, Reaper/Warner (8 Songs / VÖ: 3.2.)

5.5/ 7
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In einer Zeit, in der eine reale Bedrohung nach Europa zurückgekehrt ist, hat man es als kriegsthema­tische Band nicht leicht. Dabei gibt es Abstufungen: Während feierbarer Power Metal mit entsprechender Thematik aktuell kaum zünden will, schaffen es einige Death Metal-Truppen mit ihrem brutalen Sound, den Horror der Schützengräben und das Leid der Bevölkerung zu vertonen – wenn man das als außen­stehende Person überhaupt ansatzweise beurteilen kann. Umso wichtiger, wenngleich bedrückender wirkt es, dass die englischen Veteranen Memoriam ihr fünftes Album mit Stimmengewirr („I am the enemy“) und dem wehmütig-wütenden ‘Never Forget, Never Again (6 Million Dead)’ einleiten und damit eine Ansage gegen das Vergessen des Holocaust tätigen. Zudem gelingt es Karl Willetts (Ex-Bolt Thrower) und seinen Kameraden auf RISE TO POWER abermals, Brachialität mit überlegenen Riff-Melodien zu verbinden (‘I Am The Enemy’) und zwischen marschieren­-den (‘The Conflict Is Within’) wie doomigen Tieftönern (‘All Is Lost’) und Balleroffensiven (‘Annihilations Dawn’) zu wechseln.

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Stücke wie das vom Ukraine-Krieg inspirierte ‘Total War’ oder der mit „Rise!“-Rufen ausgestattete Titel-Track vereinen beides, während das Finale ‘This Pain’ mit sachten Gitarren und steigender Intensität Emotionen weckt. Obgleich Memoriams Klangschema hinlänglich bekannt sein dürfte, klingt RISE TO POWER nie langweilig, sondern kommt als von frischer Energie durchzogenes, kraftstrotzendes Werk mit bestürzender Aktualität daher – und damit genau zur rechten Zeit.

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