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MORTAL KOMBAT II

Action, Martial Arts, Warner Bros. / Kinostart 7.5.

4/ 7
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Die ‘Mortal Kombat’-Reihe brachte bislang höchst wechselhafte Leinwandadaptionen hervor. Während sich ‘Mortal Kombat’ (1995) noch vergleichsweise eng an der Videospielvorlage orientierte, geriet ‘Mortal Kombat 2: Annihilation’ (1997) zur unfreiwilligen Groteske: weniger werkgetreu, vielmehr ein Kuriosum aus Trash und Überzeichnung, das nicht nur als eine himmelschreiend katastrophale Umsetzung gilt, sondern die filmische Zukunft der Marke vorerst beendete. Erst ‘Mortal Kombat’ (2021) wagte einen Neustart und konnte trotz einiger Abstriche die Serien-Fans wieder für sich gewinnen. Nun wird die Geschichte mit ‘Mortal Kombat II’ fortgesetzt und knüpft dabei an die Qualitäten des Vorgängers an, im Guten wie im Schlechten. Shao Khan tötet König Jerrod, unterwirft das Königreich Edenia, nimmt dessen Gemahlin Sindel zur Frau und macht sich auch deren Tochter Kitana gefügig, die versucht, sich ihres ungewollten Stiefvaters zu entledigen. Erzählerisch bleibt das überschaubar. Doch im Gegensatz zum Vorgänger rückt endlich das titelgebende Turnier ins Zentrum und verleiht dem Film eine strukturelle Klarheit, die bislang fehlte.

Die Figuren changieren dabei zwischen blasser Kontur (Liu Kang, Kung Lao), bewusst gesetzter Überzeichnung (Raiden) und überraschender Eigenständigkeit (Johnny Cage), ohne jedoch je vollständig aus der ikonografischen Klammer ihrer Vorlagen auszubrechen. Was ‘Mortal Kombat II’ jedoch mit bemerkenswerter Präzision gelingt, sind die immer wieder aufblitzenden Referenzen: Zitate, Kostüme, Kampfbewegungen bis hin zu den berüchtigten Fatalities sind mit einer fast schon kuratorischen Präzision inszeniert, die weniger als erzählerisches Mittel denn ästhetisches Versprechen funktioniert. Für Kenner der Reihe entsteht daraus ein permanentes Wiedererkennen, ein visuelles Echo der Spielmechanik im filmischen Raum. Das ersetzt keine narrative Substanz, erzeugt jedoch ein eigenständiges Vergnügen – eines, das zwar keinen großen Film hervorbringt, aber die einst mit ‘Mortal Kombat 2: Annihilation’ markierte Entgleisung zumindest ein Stück weit korrigiert.

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