Obgleich Nunslaughter bereits seit vier Dekaden unterwegs sind, bringt es die Death Metal-Band aus Pennsylvania mit SATANIC CHAOS LEGION auf gerade mal sechs Studioalben. Ihnen deshalb Faulheit zu attestieren, wäre unfair, denn ihr Back-Katalog ist gespickt mit Live-Scheiben in mittlerer zweistelliger (!) Anzahl sowie etlichen Split-, EP- und Demoveröffentlichungen. Dennoch gelang es Nunslaughter nie, eine ähnliche Bedeutung wie im Grenzbereich aus Thrash- und Death Metal totentänzelnde Bands wie Slayer, Possessed oder Sarcófago zu erreichen. Ihr Erstling HELLS UNHOLY FIRE (2000) erschien reichlich spät und vermochte entsprechend wenig Innovation zu präsentieren. Seitdem hat sich kaum etwas geändert. SATANIC CHAOS LEGIONS weiß, zugegeben in vorbildlicher Prägnanz, alternierend den Teufel zu glorifizieren (‘Satan Chaos Legions’, ‘Lucifer The Light’, ‘The Spear Of Satan’) und das Christentum zu diffamieren (‘Jesus Fucking Dies’, ‘Christian Ruse’, ‘Rotten Messiah’). Nunslaughter bleiben dabei – Slayer lassen grüßen – auffällig häufig unter der Dreiminutenmarke. Kein Wunder, legten diese doch mit ihrem Magnum Opus REIGN IN BLOOD (1986) die Blaupause für ein akustisches Häretikerschlachtfest. Davor und danach erreichte nie wieder eine Band auch nur im Ansatz diese skalpellartige Präzision. Apropos REIGN IN BLOOD: Auch nach vier Jahrzehnten gilt das Album noch immer als Maß aller Dinge im Thrash Metal. Halbgare Wiederaufgüsse wie SATANIC CHAOS LEGION zeigen, warum sich daran womöglich nie etwas ändern wird.
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