Toggle menu

Metal Hammer

Search

Paradise Lost ASCENSION

Gothic/Doom Metal, Nuclear Blast/Warner (12 Songs / VÖ: 19.9.)

5/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Vor ziemlich genau zehn Jahren wagten die englischen Gothic-/Doom Metal-Ikonen Paradise Lost mit THE PLAGUE WITHIN eine Rückbesinnung auf ihr früheres Schaffen und banden wieder Growls in ihre Musik ein. Auf den Folgewerken MEDUSA (2017) und OBSIDIAN (2020) blieben sie dieser Linie treu, und auch ihre 17. Studioplatte zeichnet das erprobte Miteinander von intensiv riffendem Trauer-Doom und Nick Holmes’ harschem wie klarem Gesang aus. Vom Anfang 2023 unternommenen Schlenker – der Fortführung des stilistischen Ausreißers HOST (1999) mit der gleichnamigen, neu ins Leben gerufenen Formation – ist auf ASCENSION hingegen wenig zu hören: Stücke wie das von einer zarten Frauenstimme eingeleitete ‘Serpent On The Cross’ oder ‘Tyrants Serenade’ wirken in Stil wie Formulierungen wunderbar vertraut, und im desolaten Siebenminüter ‘Salvation’ schaffen Glocken und Rabenkrächzen Friedhofsatmosphäre, während das balladeske ‘Lay A Wreath Upon The World’, aber auch ‘Savage Days’ und ‘The Precipice’ zurückhaltend-fragil klingen und teils weibliche Hintergrundgesänge oder Orchestrationen einbinden. Songs wie ‘Silence Like A Grave’, ‘Diluvium’, ‘A Life Unknown’ oder die mit auffälligen Klangflächen ausgestatteten Anspieltipps ‘Deceivers’ und ‘This Stark Town’ nehmen zwischenzeitlich ordentlich Fahrt auf und lockern das schwere Schwelgen auf. Viel wirklich Neues bietet das über einstündige Werk nicht – Paradise Lost suhlen sich weiterhin in ihrer ureigenen Nische und legen gewohnte Qualität vor. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Darauf kann man bauen.


Dass Paradise Lost noch einmal meine Art, Metal zu denken, zu erleben, zu fühlen, verändern werden, ist wohl ausgeschlossen. Aber ich kann mich auch immer wieder damit anfreunden, wie sich Greg Mackintosh mit sich selbst und seinen diversen Einflüssen beschäftigt und dadurch neue Facetten findet: ASCENSION leuchtet aus dem Schatten von SHADES OF GOD heraus und damit dem von Black Sabbath; seine Riffs sind mächtig, alt und zeitlos. Robert Müller (5 Punkte)

Was diesen Monat für Amorphis gilt, gilt über weite Strecken auch für Paradise Lost. Zieht man den Nostalgiefaktor der früheren Alben ab, klingen die Briten so stark wie nie. Vor ­allem der Gesang von Nick Holmes ist zwei Ligen besser, die Melodien sitzen, die Band ist voll bei sich. Stücke wie ‘Serpent On The Cross’, ‘Tyrants Serenade’ oder ‘Diluvium’ wachsen mit jedem Durchlauf und untermauern den Status dieser Combo. Marc Halupczok (5,5 Punkte)

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***

teilen
mailen
teilen
Metallica: Rahmenprogramm für Frankfurt angekündigt

Metallica-Fans aufgepasst! Die Thrash-Legenden sind im Mai im Zuge ihrer "M72 World Tour" drei Mal in Deutschland zu sehen. Zweimal in Frankfurt und einmal in Berlin. Außerhalb der Konzerte sorgt die Band ebenfalls für reichlich Wirbel. In Frankfurt wurde nun im Rahmen des "Frankfurt Takeover" ein besonderes Event mit Kirk Hammett angekündigt. Live-Gespräch "A Conversation With Kirk Hammett" soll am 23. Mai im Zoom in Frankfurt stattfinden. Einlass ist ab 17 Uhr, und Beginn gegen 17:45 Uhr. In einer Live-Unterhaltung mit Hammett persönlich soll er Einblicke in seine Gitarrensammlung und Karriere geben. Eventim beschreibt die Veranstaltung als Art Live-Pendant zu…
Weiterlesen
Zur Startseite