Das dritte Album der dänischen Modern-Thrasher Persecutor offeriert eine Sammlung schicker Riffs, die sich mit Nachdruck in die Schädeldecke bohren. In dieser Hinsicht braucht sich das Quartett nicht vor der internationalen Konkurrenz zu verstecken. Und auch der Sound von Produzent Andreas Linnemann (Baest) knallt mit ordentlichem Druck aus den Boxen und lässt Songs wie ‘The Hangman’ oder ‘1984’ zu kleinen Perlen werden. Der einzige Haken ist die ziemlich eindimensionale Schreistimme von Frontmann Christian Andrés Almanza, was mit fortschreitender Spieldauer für Abnutzungserscheinungen sorgt und bei melo-
discheren Songs wie ‘A Way In Life’ noch deutlicher wird. Witzigerweise klingen Persecutor in den eingängigeren Passagen manchmal wie eine Mischung aus Testament und frühen In Flames, nur eben ohne herausragenden Sänger. Das soll aber nicht heißen, dass Persecutor deshalb links liegen gelassen werden sollten. Wer auf die genannten Referenz-Bands steht, sollte sich ruhig mal mit dieser Truppe beschäftigen.
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