Philosophobia PHILOSOPHOBIA

Progressive Metal, Sensory/Alive (8 Songs / VÖ: 24.6.)

4.5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Den Mitgliedern dieser Truppe zufolge ist Philosophobia eine über Jahre hinweg entstandene Band, die nun mit ihrem Debüt an die Oberfläche dringt. Die Musiker sind allesamt in der Szene etabliert und aus verschiedensten Projekten bekannt – etwa von Perzonal War, Pain Of Salvation, Kamelot oder Wastefall. Während die genannten Bands unterschiedliche Richtungen ansteuern, haben sich die Mitglieder mit Philosophobia auf progressiven Metal geeinigt, der in seiner erzählerischen Form stark an Ayreon erinnert. Dass dieser Vergleich naheliegt, bestätigt auch die Tatsache, dass sich die Band für ihre Platte Damian Wilson als Gastsänger ins Boot geholt hat, der regelmäßig sowohl auf Ayreon- als auch Star One-Alben vertreten ist. Durch die besagte Erzählform wirkt die Musik stark auf den Text zugeschnitten, wodurch jegliche standardmäßige Struktur entfällt (gut zu hören in ‘I Am’).

🛒  PHILOSOPHOBIA bei Amazon

Das hat einerseits etwas Erfrischendes an sich, erzeugt aber auch Einbußen bei der Eingängigkeit: Dem Hörer wird mehr abverlangt, um dem Ganzen zu folgen. Weiterhin besonders an diesem Album ist, dass der erzählerische Charakter selbst dann mitschwingt, wenn der Gesang entfällt. So setzt sich im fünfminütigen ‘Thirteen Years Of Silence’ die Erzählung rein instrumental fort – allein durch seine Dramaturgie aus Härte und Melodie, Orgel- und Gitarrensoli, Takt- und Tempowechsel. PHILOSOPHOBIA ist ein spannendes Werk für Prog-Anhänger, das sich allerdings nicht jedem erschließen wird.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***

teilen
twittern
mailen
teilen
John Dolmayan (System Of A Down): Wir vergeuden unsere Gabe.

System Of A Down befinden sich nach wie vor in einem seltsamen Halbzustand. Hier und da gehen Serj Tankian und Co. zwar auf Tour, aber neue Musik haben die US-Rocker mit armenischen Wurzeln zuletzt nur mit den zwei Songs ‘Protect The Land’ und ‘Genicidal Humanoidz’ anlässlich des Konflikt zwischen der Republik Arzach und Aserbaidschan veröffentlicht. Jegliche damit erzielten Gewinne kommen wohltätigen Organisationen in Armenien zugute. Verschwendete Gabe Schlagzeuger John Dolmayan freut sich zwar darüber, wieder mit System Of A Down Musik gemacht zu haben, jedoch würde er das gerne öfter machen. Der 48-Jährige findet, die Band "vergeudet" ihr Talent. "Es…
Weiterlesen
Zur Startseite