Pinhead EGOMESSIAH

Modern Metal, Nocut/SPV (12 Songs / VÖ: 31.1.)

4.5/ 7
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Bislang dürfte Ilja John Lappin den meisten als Bassist der Artcore-Band The Hirsch Effekt bekannt sein. Als Pinhead geht ­Lappin nun eigene – man möchte be­haupten musikalisch geordnetere – Wege. Außerdem textet das finnisch-britische Multitalent auf Englisch, da er sich in seiner Muttersprache wohler fühlt. Ursprünglich als Soloprojekt gegründet, haben sich ihm dieses Jahr noch Flo Fleischer, Marc Andrejkovits und Simon Schröder angeschlossen. Lappin lebt mit Pinhead all das aus, was er bisher unter Verschluss gehalten hatte. Genau deshalb ist EGOMESSIAH auch so vielseitig. Treibende Riffs sowie brachiale Screams und Growls (wie in ‘Lapse’ oder ‘I I I’) treffen auf äußerst gefühlvolle Klangwelten (‘Lonefall’) und geradezu sanften Gesang (beispielsweise in ‘Violetor’ oder der zehnminütigen Schlussnummer ‘Lesser Lights’). Dabei durchstreifen auch immer Synth-Klänge das gesamte Album, was dem Ganzen einen gotisch-düsteren Touch verpasst.

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‘Serene Day’ ist ein rein instrumentales Stück, in dem vordergründig Klavier und Streichinstrumente präsent sind – ein Intermezzo, das sich ganz wunderbar genießen lässt. Anderswo spielt Metalcore mit Heavy- und Prog-Momenten oder es findet mitten im Song ein überraschender Tempowechsel statt. EGOMESSIAH ist schlichtweg unvorhersehbar, aber irgendwie auf eine gute Art. Fazit: Ein ausgesprochen kunstvolles wie solides Debüt.

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