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Primordial ALL EMPIRES FALL Review

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Bei Primordial ist alles Emotion, „Professionalität“ werden die Iren zwar heimlich schätzen, aber das Wort dürfte für sie immer einen herzlosen Beigeschmack behalten. Live sind sie eine Offenbarung – oder marschieren sehenden Auges in die Katastrophe. Der Auftritt vom 24. Januar 2009 in Dublin, dessen Mitschnitt den Kern dieser DVD darstellt, fällt zum Glück größtenteils in die erste Kategorie.

Die Energie des heimischen Publikums, das die Band vom ersten Ton an sichtlich begeistert aufnimmt, greifen Alan Nemtheanga und seine Mannen sichtlich dankbar auf, vor allem ‘The Coffin Ships’ wird zur echten Gänsehautnummer. Die Setlist baut auf jener auf, die man von der TO THE NAMELESS DEAD-Tour kennt, mit dem grandiosen Start durch ‘Empire Falls’ und ‘Heathen Tribes’ als fulminantem Rausschmeißer. Die Kamera versucht, durch viele Close-ups auf die Musiker die Unmittelbarkeit der Band einzufangen, was manchmal recht ungelenke Zooms und mangelnde Schärfe in Kauf nimmt.

Sound-technisch ist das Ganze eher Durchschnitt, es fehlt vor allem an Druck, aber die technischen Aspekte dürften zweitrangig sein, wenn man sich erst mal von der Musik gefangen nehmen lässt. Die Zusatz-DVD besteht im Wesentlichen aus einer langen Dokumentation über die Band, die ziemlich ins Detail geht, aber dadurch, dass sie aus einfach aneinander geschnittenen Interview-Sequenzen besteht, etwas ermüdet. Zudem gibt es Ausschnitte von drei Festival-Gigs aus dem Jahr 2008, die jedoch keinen anderen Songs als die erste DVD und technisch einen deutlich mieseren Standard haben.

Robert Müller

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der April-Ausgabe des METAL HAMMER.


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