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Pripjat CHAIN REACTION

Thrash Metal , NoiseArt/Universal (10 Songs / VÖ: 27.4.)

5/ 7
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Auf die Frage, wie man eine Tragödie gleich der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl musikalisch passend darstellen könnte, antwortet die deutsche Band Pripjat mit Wut, Schreien und rumorenden Rhythmen. Benannt nach der berühmten Geisterstadt, findet sich nicht nur in den Texten besagte Thematik wieder, sondern auch in der Aufmachung der Lieder. Grund für dieses düstere Motiv ist die Herkunft von Sänger Kirill Gromada und Gitarrist Eugen Lyubavskyy; beide stammen aus Kiew und geben an, dass das Tschernobyl-Desaster ihres und das Leben ihrer Eltern beeinflusst habe.

Wie schon auf seinem Debüt setzt das Quartett auf dem Nachfolger CHAIN REACTION den Gesang über Sauren Regen und Liquidatoren fort. Lyrics wie „Sirens will break the silence, as the reactor burns“ werden in brachialem Thrash Metal verarbeitet, während sich Frontmann Gromada die Seele aus dem Leib schreit. Zwar sorgen besagte Sirenen, die in ‘Returnless’ zu hören sind, für eine Gänsehaut, aber dennoch kommt keines der anderen Lieder an den atmosphärischen, gruseligen Wahnsinn heran, den das Stück ‘28.04’ in der Mitte des Albums darstellt. Ohne jeglichen Gesang oder Schlagzeug malt dieses gitarrendominierte Stück regelrecht das schaurige Bild der Stadt Pripjat in den Kopf, wie diese einen Tag nach der Evakuierung am 27.04.1986 ausgesehen haben muss: Vergiftet, verlassen und tot.

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