‘Silent Hill 2’ (2001) dürfte wohl in erster Linie Videospiel-Fans ein Begriff sein. Bis heute gilt es als eines der besten Horror-Spiele aller Zeiten und erhielt 2024 eine Neuauflage für aktuelle Plattformen (Playstation, PC und seit November 2025 auch X-Box). Der dazugehörige Film ‘Return To Silent Hill’, der am 5. Februar in die Kinos kommt, wird wohl allerdings keine Begeisterungsstürme hervorrufen.
Die erste Verfilmung, ‘Silent Hill’ (2006), erzählt die Geschichte einer Mutter, die in Silent Hill ihre verlorene kleine Tochter sucht. Der Film wurde damals von Fans gut aufgenommen. ‘Return To Silent Hill’ erzählt jedoch eine gänzlich eigenständige Geschichte. Hauptcharakter ist James Sunderland, der davon überzeugt ist, in der geheimnisvollen Stadt Silent Hill seine totgeglaubte Frau Mary zu finden. Er muss sich bald mit dem Horror und den Intrigen auseinandersetzen, die in Silent Hill tief verwurzelt sind. Er kämpft gegen dämonische Wesen, erkundet die zerstörte Stadt sowie ihre unterschiedlichen Dimensionen und überschreitet dabei regelmäßig die Grenzen seines eigenen Verstands.
Entsetzen
Das Entsetzen, das einen beim Schauen packt, hat nichts mit mörderischen, gesichtslosen Krankenschwestern, überdimensionierten Monsterkakerlaken oder Pyramidenköpfen zu tun, die alle in Spiel und Film auftauchen. Erschreckend sind eher die verwirrende Geschichte, die schlechten Effekte und die eindimensionalen Charaktere sowie deren primitive Dialoge. Die Figuren lösen aufgrund ihres schlechten Make-ups typisches „Uncanny-Valley“ Unbehagen aus. Und wo im Spiel viel Wert auf tiefgründige Charakterentwicklung und Hintergrund gelegt wird, bleibt diese Liebe zur Geschichte hier völlig auf der Strecke liegen.
Es ist offensichtlich, dass Regisseur Christophe Gans, Drehbuchautor William J. Schneider und Spielautor Keiichiro Toyama versucht haben, an die Struktur und Ästhetik des Videospiels anzuknüpfen. Leider fehlt es dem Resultat an allen Ecken und Enden und die (Film-) Qualität leidet darunter.
Trost?
Einziger Lichtblick: Der Soundtrack stammt von Akira Yamaota, demselben Komponisten, der auch die Musik für die Spiele schreibt. Außerdem haben die Kulisse, die Monster und die Charaktere einen gewissen Wiedererkennungswert. Trotzdem verlassen sich die Filmmacher gänzlich auf das Detailwissen eingefleischter ‘Silent Hill 2’-Fans. Leute, die sich weder mit dem Originalspiel noch dessen Remake auseinandergesetzt haben, werden sich schwertun, der Handlung zu folgen. Und selbst Fans des Franchises sollten diese Verfilmung mit Vorsicht genießen – die Geschichte ist undurchsichtig, und Enttäuschung ist vorprogrammiert.
