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Rhapsody Of Fire THE EIGHTH MOUNTAIN

Power Metal, AFM/Soulfood (12 Songs / VÖ: 22.2.)

4.5/ 7
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Mittlerweile ist der Rhapsody-Stammbaum unübersichtlich genug, um in ‘Game Of Thrones’ Verwendung finden zu können. Wichtig bei diesem Album: Keyboarder und Song-Schreiber Alex Staropoli ist als letztes Urmitglied an Bord, während die auf der Neuaufnahmen-Compilation LEGENDARY YEARS eingeführten Manu Lotter (Schlagzeug) und Giacomo Voli (Gesang) ihr offizielles Albumdebüt feiern. Wie schon auf erwähntem Sampler und bei zahlreichen Auftritten unter Beweis gestellt, füllen sie die hinterlassenen Fußstapfen beinahe lückenlos; speziell deshalb überrascht der stellenweise etwas zart tönende Gesang von Voli. Das klang schon mal anders (und kann es immer noch, wie unter anderem im spannenden Finale ‘Tales Of A Hero’s Fate’)! Umso schöner, dass Chöre und Keyboards durchgehend satt aus den Boxen drücken, während Doublebass und Galoppgitarre für Kante und Tempo sorgen.

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Dabei vermeiden es die Italiener gekonnt, alles bis zur Unanhörbarkeit zuzukleistern, sondern schaffen schlüssige und oft mitreißende Songs – und orientieren sich dabei hörbar an eigenen Klassikern. Die Bandbreite deckt dabei wie gewohnt lange (‘March Against The Tyrant’) und kurze Epen (‘White Wizard’), folkige (‘Warrior Heart’) und tränenreich-kitschige Balladen (‘The Wind, The Rain And The Moon’) sowie flotte Headbanger-Hymnen (‘Rain Of Fury’) ab – in Sachen Bombast müssen sich Rhapsody Of Fire dabei nicht vor Symphonic-Speerspitzen wie Epica verstecken (‘The Courage To Forgive’). Insgesamt geht es auf THE EIGHTH MOUNTAIN wieder energetischer und angriffslustiger zu als auf dem etwas düstereren Vorgängeralbum INTO THE LEGEND (2016); manchmal arg gefällig (‘The Legend Goes On’) und ohnehin fernab von einer Neuerfindung, aber jederzeit als würdige Fortschreibung der eigenen, leicht ins Schleudern geratenen Legende.

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