Sacred Reich AWAKENING

Thrash Metal , Metal Blade/Sony (8 Songs / VÖ: 23.8.)

4.5/ 7
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IGNORANCE (1987), SURF NICARAGUA (1988), INDEPENDENT (1993) – Sacred Reich besaßen immer eine angenehm lockere Fuck-You-Haltung (und coole T-Shirt-Designs), die im verbissenen Kampf der Alphatiere (Metallica, Megadeth, Slayer) um die Vorherrschaft im Thrash herausstach. Dass sie stilistisch auch gerne mal über den Tellerrand hinausblickten, mag ihnen eine größere Karriere verbaut haben, doch in der Szene genießt das Quartett aus Phoenix, Arizona, einen gewissen Kultstatus. 23 Jahre nach dem letzten Album HEAL (1996) kehren Sacred Reich mit dem wieder eingestiegenen Drummer Dave McClain (ehemals Machine Head) und neuem Material zurück. Wer die anfangs genannten Alben kennt und schätzt, wird sich auf AWAKENING direkt zurechtfinden.

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Der Gesang von Phil Rind ist charismatisch wie eh und je (wenngleich er sich neben dem Bellen mehr Gesangseinlagen als früher gönnt), die Band macht aus ihrer Vorliebe für die alte Schule keinen Hehl, und dazu ist die Produktion wie gewohnt weit entfernt von modernem Hochglanz. Der ganz große Wurf ist AWAKENING nicht, alles wirkt ebenso charmant wie altbacken und schlicht, und das Feuer früherer Tage ist noch nicht komplett wieder entfacht. Aber als Appetithappen für kommende Aufgaben (und Hinweis darauf, dass man sich mal wieder durch die Diskografie hören sollte) taugt dieser 31-minütige Thrash-Wirbel allemal.

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