Die Schweden Sarcasm haben eine lebhafte Vergangenheit hinter sich: In den frühen Neunziger Jahren gegründet, war ihr Debütalbum bereits 1994 fertig, lag jedoch wegen einem zeitweiligen Split der Band und diversen anderen Problemen letztlich bis 2016 auf Eis. Seitdem sind vier weitere Alben erschienen, LIFEFORCE OMNIBOUND folgt auf das vor zwei Jahren veröffentlichte MOURNINGHOUL, und bis auf Neuzugang Philip Borg am Bass ist die Besetzung seitdem unverändert. Musikalisch ist ebenso alles beim Alten geblieben. LIFEFORCE OMNIBOUND dürfte in erster Linie Freunde des melodischen Schweden-Death Metal ansprechen, wie ihn Unanimated oder Sacramentum zelebrieren. Elchtod mit leichtem Black Metal-Einschlag und moderatem Härtegrad sowie gelegentlichen, aber nicht zu exzessiv ausufernden Blastbeats. Über eine Spielzeit von 36 Minuten knüppelt sich das Quartett durch acht Songs, die gelegentlich anfangen, monoton zu wirken, aber dann meist schnell einen stimmigen Gegenpol setzen, wie etwa den Übergang zu akustischen Gitarren im Opener ‘Essence Of Existence’ oder mehrfache Stimmungswechsel inklusive verspielter Soli in ‘Wayward Fragments Of Infinite Divisibility’. Allzu viele Aha-Effekte finden sich allerdings nicht, denn die Musik bleibt den Band-Wurzeln treu und vermeidet zu offensichtliche klangliche Experimente. Dennoch betreiben Sarcasm kein Riff-Recycling und bemühen sich um eine eigenständige Note innerhalb des eng gesteckten Spektrums. Unterm Strich ist LIFEFORCE OMNIBOUND eine grundsolide und überraschend gut produzierte Scheibe, die ihre Freunde finden wird.
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