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Slow V – OCEANS

Doom, Code666/SPV (5 Songs / VÖ: 26.1.)

5/ 7
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Wer den Funeral Doom des belgischen Projekts SLOW (steht für: Silence Lives Out/Over Whirlpool) zu schätzen weiß, interessiert sich bestimmt auch für diese unfassbar hässlichen, aber perfekt an ihren Lebensraum angepassten Tiefseefische: Hier wie dort findet man eine bizarre, unerbittlich kalte, dunkle Welt vor, auf der ein hoher Druck lastet. Frivoles Rumdümpeln gibt’s hier nicht. Seit zehn Jahren arbeitet sich Déhà Amsg – der Multiinstrumentalist hinter SLOW und zig anderen Outfits – konsequent weiter vor, in die Tiefe.

Eigentlich ist er kein geborener Trauerkloß, so viel verrät seine Soundcloud, aber für V – OCEANS haben sich er und Texterin Lore Boeykens ordentlich zerrieben. Von Lore (mit der Déhà die Blackened Doom-Band Ter Ziele betreibt) stammen die Meeresmetapher sowie das Konzept der letzten Reise; von Déhà die Illustration in Form von fünf nahtlos verfugten Stücken – ‘Aurore’ (Morgenrot), ‘Ténèbres’ (Schatten), ‘Déluge’ (Sintflut), ‘Néant’ (Nichts) und ‘Mort’ (Tod) –, die einen umklammern und mitziehen.

Die Wucht des Sounds plättet schon im Auftakt, aber um zu den Feinheiten vorzudringen, braucht es Zeit; womöglich gar eine gewisse Reife. Mindestens jedoch den Willen, in zerdehnten Riffs, üppigem Keyboard und unverständlichen Zeitlupen-Growls noch Schönheit zu erkennen.

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