30 Jahre nach Band-Gründung fanden sich die amerikanischen Stoner-Metaller Solace für ihr neues Werk FADING FAILING RUIN zusammen und beklagen infernale, apokalyptische Themen der Gesellschaft. Trotz der großen Erfahrung über die Jahrzehnte muss festgestellt werden, dass der Funke nicht richtig überspringen mag. Bei ‘Spiral Will’ fehlt den Drums etwas der Saft, und trotz des zeitweise klassischen Black Sabbath-Feelings bei ‘Fettered To A Stone’ lässt einen das Gefühl der angezogenen Handbremse nicht los. Erst ab ‘A God Changes His Plans’ kommt mehr und mehr der Eindruck auf, dass die Band hochfährt und ihr Können abruft. Als potenzielles Highlight folgt ‘Wrath’s Object’ mit seinem ominös wirkenden Intro. Leider verliert sich der Song genau in diesem Intro, das sich minutenlang dahinzieht, ehe die Band voll einsteigt. 15 Minuten hätte hier niemand gebraucht – die Song-Qualität kann das glücklicherweise etwas retten. Mit ‘Culling The Herd’ findet man den schnellsten und gleichzeitig stärksten Song des Albums. Die Band wirkt dabei erstmals wirklich explosiv und drückend. Trotz zwischendrin aufblitzender Stoner-Momente wird das Potenzial leider nur bedingt abgerufen.
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