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Spidergawd VI

Heavy Rock, Crispin Glover/Soulfood (9 Songs / VÖ: 10.12.)

4.5/ 7
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Hatte der einstige Ableger von Motorpsycho neben seiner bekannten Thin Lizzy-Leidenschaft schon auf seinen letzten beiden Alben eine zunehmende NWOBHM-Flirt-Bereitschaft an den Tag gelegt, war die Band-Erweite­rung um einen zusätzlichen Gitar­risten schließlich die logische Konsequenz. Inzwischen teilt sich Sänger/Gitarrist Per Borton also mit Brynjar Takle Ohr sowohl die Leads als auch die Co-Songwriting-Credits. So lässt das Duo gleich zu Beginn im Song ‘Prototype Design’ Tandem­gitarren vom Schlage der Allman Brothers Band aufblitzen und belässt es keineswegs dabei. Wieder deutlich Siebziger-orientierter und damit näher an den Hellacopters (minus deren Kiss-Besessenheit) als an Iron Maiden, spielen sich die Norweger auf ihrem sechsten Studioalbum durch die Classic Rock-Abteilung ihrer individuellen Plattensamm­lungen, verströmen dazu gelegentlich eine subtile Achtziger-AOR-Affinität, schaffen aber auch immer dann, wenn es leicht pop-progressiv bis psyche­delisch wird, den unerwarte­teren, großen Sprung rüber zur ent­schlackten Ausgabe von Mastodon, mit denen sie sich in jenen Momen­ten das flehentlich Hymnische teilen.

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Zu den nicht zu verschwei­genden Kritikpunkten von VI zählt indes, dass der Nachhaltigkeitseffekt des Song-Materials abgenommen und – noch sträflicher – das einst markante Bariton-Saxofon von Rolf Martin Snustadt derart im Mix unter­repräsentiert ist, dass man meinen könnte, die Trondheimer wollen sich langsam eines früheren Trademarks entledigen.

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