Auf den ersten Blick mutet ‘The Adventures Of Elliot: The Millennium Tales’ wie eine Kopie des ‘The Legend Of Zelda’-Franchises an: Prinzessinnen, Zeitreisen und ein rechtschaffener Held verkörpern exakt die Essenz dessen, was Link seit Jahrzehnten in diversen Nintendo-Ablegern erlebte. Aber es wäre zu kurz gegriffen, das aktuelle Werk von Square Enix ebenfalls in diese Schublade zu stecken. In ‘The Adventures Of Elliot: The Millennium Tales’ steckt genügend eigene Identität, um nicht als bloßes Plagiat durchzugehen. Als Protagonist Elliot kämpft man sich durch eine überschaubare Open World, bezwingt dabei reichlich Gegner und verfeinert stetig die eigenen Fähigkeiten. Trotz der 2D-Grafik entpuppen sich die Scharmützel mitunter als ungewohnt taktisch, denn das Kampfsystem bietet reichlich Tiefgang und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten. Dabei führt die Handlung häufig zurück an bereits bekannte Orte, an denen sich beim erneuten Besuch allerdings neue Wege ergeben. Vor allem auf der technischen Seite macht ‘The Adventures Of Elliot: The Millennium Tales’ eine hervorragende Figur. Während es dieser Tage selten ist, dass ein Titel in einem spielbaren Zustand erscheint, zeigen Square Enix, dass dies durchaus möglich ist. Keine Ruckler, keine Abstürze, und eine butterweiche Performance. Gemeinsam mit dem Retro-Soundtrack wird ‘The Adventures Of Elliot: The Millennium Tales’ damit zu einem illustren Abenteuer, dessen wohl einzig wirkliche Schwäche darin besteht, sich die ‘The Legend Of Zelda’-Reihe manchmal etwas zu sehr als Vorbild zu nehmen.
THE ADVENTURES OF ELLIOT: THE MILLENNIUM TALES
Rollenspiel, Square Enix
von
Tom Lubowski
