The Amity Affliction MISERY

Post Hardcore, Roadrunner/Warner (12 Songs / VÖ: 24.8.)

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Bislang hatte ich stets das Gefühl, dass sich The ­Amity Affliction nicht wirklich festlegen wollten, ob sie nun der härteren Old School-Gangart oder dem moderaten Pfad folgen sollten. MISERY scheint eine Richtungsentscheidung zu sein. Die Australier öffnen sich noch mehr dem Mainstream als auf den bisherigen fünf Alben. Das bezieht sich vor allem auf die Machart der Lieder und die Arrangements, die ungemein schmeichelnd daherkommen und Erinnerungen an Good Charlotte oder jüngere Linkin Park heraufbeschwören.

Aus kompositorischer (und vor allem auch produktionstechnischer) Sicht kann man MISERY nichts vorwerfen – das Material glänzt, rockt, bietet Höhepunkte und ist intelligent in Szene gesetzt. Die eingestreuten Screams und Breakdowns sorgen zudem dafür, dass auch die nötige Portion Impulsivität geboten wird – leider aber, ohne die Boxen in Flammen aufgehen zu lassen. MISERY ist zu glatt, zu konzipiert, zu gewollt. Das wird aber dem Erfolg keinen Abbruch tun. In der Heimat sind sie Garant für Nummer-eins-Scheiben und waren auch in Deutschland mit THIS COULD BE HEARTBREAK (2016) zuletzt unter den Top 30 zu finden. Viel Hirn, viel Emo, zu wenig Furor.

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Satyricon: Auf Kollisionskurs

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