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The Exploding Eyes Orchestra I

Retro Rock, Svart/Cargo 7 Songs / VÖ: erschienen

6/ 7
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Mit fünf der sieben Mitglieder von Jess And The Ancient Ones offenbart sich unter dem wohlklingenden Namen The Exploding Eyes Orchestra ein Parallel-Band-Projekt der finnischen Psychedeliker, das seine Keimzelle mit kernigem Retro Rock aus der Räucherschale sogar noch übertrifft.

Drängend orgelnd (‘The Smoke’), melodisch western-haft (‘Crazy Heart’), schamanisch soul-besessen (‘My Father The Wolf’), unheilschwanger blues-explosiv (‘Drawning Down The West’) oder gar den inneren Stooges-Hund von der Leine lassend (‘Two-Zero 13’), überzeugt nicht nur Sängerin Jess auf diesem abwechslungsreichen, exquisiten Material stimmlich kongenial stark. Großartig im Mondlicht aufheulend, liefert sich die Dame auf ‘Black Hound’ mit einer H.P. Lovecraft rezitierenden, männlichen Sprechstimme im Richard O’Brien-Tonfall sogar noch einen atmosphärischen Schlagabtausch.

Dann der unaufgeregte Kniefall zum Schluss: Sakral singt Jess ihr ‘Farewell To All-In-One’ zu tröpfelndem Herzblut mit nachhallendem ‘Twin Peaks’-Twang. Grobkörniger als The Last Internationale, hit-verdächtiger als Jex Thoth und verr(a)uchter als Blues Pills setzt sich dieses Debüt im Retrofeld der weiblichen Gesangsführungskräfte ganz weit vorne ab. Bleibt nur zu hoffen, dass der ambig deutbare Albumtitel das Lesartversprechen der römischen Eins mit einer Fortsetzung einlöst und Jess And The Ancient Ones ihr attraktiveres Alter Ego nicht vorschnell wieder aus den Augen verlieren.

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