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The Vision Bleak Witching Hour

Dark Metal, Prophecy/Soulfood 8 Songs

6.0/ 7
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Besen gesattelt, und los geht der wilde Ritt: Das fünfte Werk der Gruselgeschichtenerzähler The Vision Bleak nennt sich WITCHING HOUR, handelt von Hexenmären und beginnt mit gewohnt düsteren Tönen und einem eisigen Wind, der des Nachts um die verlassene Hexenhütte streicht. Diese unheilige und für Gänsehaut sorgende Schaueratmosphäre paart sich mit zackig gezocktem und dabei schwermütig-melodischem Metal, der seinen Hörer von der ersten Minute an in Atem hält und mit wehenden Haaren zum teuflischen Tanz um den Scheiterhaufen einlädt.

Apropos: Für den ersten Höhepunkt sorgen gleich zu Beginn die packend-groovigen Tracks ‘A Witch Is Born’ und ‘The Blocksberg Rite’, die so richtig auf den Kessel hauen und das Hörerlebnis damit nachhaltig prägen. Nach einer kurzen Atempause folgt mit ‘The Wood Hag’ ein weiteres bestechendes, aus unheilvoller Atmosphäre, treibendem Rhythmus und stürmischen Riffs gesponnenes Stück, das allen Zauberlehrlingen die Warzen aus dem Gesicht fegen dürfte. So richtig zwölf schlägt es im Anschluss mit ‘Hexenmeister’, das nicht nur rhythmisch unwiderstehlich vor sich hin braust, sondern auch sprachlich wie thematisch einiges zu bieten hat und im Hinblick auf die Geschwindigkeit allen anderen Stücken die lange Nase zeigt.

Mit aufgerissenen Augen und zerzausten Haaren landen wir alsbald wieder auf dem Boden der Tatsachen und stellen fest: THE WITCHING HOUR dürfte dem genialen Duo Konstanz und Schwadorf nicht nur gelingen, alte Fans zu verzaubern, sondern auch jede Menge neue Anhänger aus dem Wald hervorzulocken.


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