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The White Buffalo DARKEST DARKS, LIGHTEST LIGHTS

Rock, Earache/ADA/Warner (10 Songs / VÖ: 13.10.)

6/ 7
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Muss man beim sechsten Album von Sänger/Songwriter/Gitarrist Jake Smith alias The White Buffalo noch die alten ‘Sons Of Anarchy’-Soundtrack-Kamellen aufwärmen? Vermutlich nicht. Längst dürfte der Mann mit dem tiefen Timbre und dem musikalischen Geschichtenerzählergeschick durch seine eigenen Veröffentlichungen und gefeierten Auftritte auch in unseren Breitengraden allen Roots Rock-Freunden ein Begriff sein. Sein jüngstes Werk DARKEST DARKS, LIGHTEST LIGHTS sah Smith mit verändertem Modus Operandi konfrontiert.

Anstatt wie sonst mit einem Bündel fertiger Kompositionen das Studio zu entern, entstand das Material diesmal unter Aufnahmedruck direkt vor Ort. Während der ungezwungene Sound und die live-lockere Produktion dies bezeugen, kann man bezüglich der Song-Qualität keineswegs von Schnellschüssen sprechen. Im Gegenteil: So szenisch-intensiv hat Smith seine überwiegend düsteren Dramen bislang noch nicht eingebrummt.

Von Honky Tonk-Rock (‘Hide And Seek’) über die gute, alte Springsteen-Story-Schule (‘Avalon’) zu Räuberpistolen, die auch ein junger Tom Waits zu dumpfen Jazz-Jukebox-Klängen beim nächtlichen Kaffee im Diner hätte spinnen können (‘Robbery’); vom flotten, den Blues Brothers’-Beat von ‘Everybody Needs Somebody To Love’ belehnendem Rhythm’n’Blues (‘Nightstalker Blues’) bis hin zu Lou Reed light (‘Heart And Soul Of The Night’) reicht das stilistisch erweiterte helldunkle Spektrum. Von ‘Sons Of Anarchy’ hat sich Smith längst emanzipiert. Vielmehr weiß The White Buffalo seine eigene Saga weiterzuschreiben.

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