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Thulcandra A DYING WISH

Black Metal, Napalm/Universal (10 Songs / VÖ: 29.10.)

5/ 7
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Wo Steffen Kummerer seine Finger im Spiel hat, sind zwei Dinge nicht weit: unschlagbare technische Fähigkeiten und tiefste Ehrerbietung vor seinen musikalischen Helden. Scheinbar automatisch purzeln dabei Melodien und Songs zum Niederknien sowie starke Alben heraus – so auch auf A DYING WISH. Mit Thulcandra widmet sich der Gitarrist und Sänger dem Vermächtnis von Dissection und deren Epigonen: melodischer, dabei harscher Black Metal, der mit Hochgeschwindigkeit davonrast, aber auch Raum für ruhigere, atmosphärische Momente lässt, in denen immer wieder zur Akustikgitarre gegriffen wird und die der kosmisch-satanischen Bedrohlichkeit nur noch mehr Eindruck verleihen (‘Scarred Grandeur’). Damit berufen sich Thulcandra auch auf ihrem vierten Album auf gute alte Traditionen – bis hin zum charakteristischen Gesamtklang und Gitarren-Sound (produziert von, klar, Dan Swanö).

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Andererseits drehen sie durchaus ihr eigenes Ding: Beginnt der Titel-Track noch als Hommage an ‘Where Dead Angels Lie’, folgt ein machtvoller Banger; ‘Nocturnal Heresy’ vereint grimmige Erhabenheit mit einem für das headbangende Konzertpublikum geschaffenen Mittelteil; und ‘The Slivering Silver’ entwickelt sich vom Celtic Frost-Gedächtnis-„Uh“ zum eiskalten Norwegengletscher-Trip. Dass nur wenige Nummern wirklich hervorstechen, liegt am hohen Gesamt-Niveau – und wird durch das dynamische ‘A Shining Abyss’ und das rasende ‘In Vain’ mit ihren übermächtigen Finalhöhepunkten ohnehin wegrelativiert. Schön, dass die Ehrerbietung mit dem kommenden Obscura-Album bald schon weitergehen kann.

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