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Trivium IN THE COURT OF THE DRAGON

Thrash Metal , Roadrunner/Warner (10 Songs / VÖ: 8.10.)

6/ 7
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Mit ihrem zehnten Album setzen Trivium ihr Streben nach ganz oben beeindruckend fort. Wie stark IN THE COURT OF THE DRAGON ist, wird erst recht offenbar, wenn man einen kurzen Blick zurück wagt: Vor anderthalb Jahren erschien mit WHAT THE DEAD MEN SAY ein absolut gelungenes Album – das jedoch seltsam verpuffte. Einerseits der sterilen Pandemiezeit wegen, andererseits, weil es bald zu perfekt klang. Der optimierten Mischung aus Härte und Melodie gingen womöglich ein paar Ecken und Kanten ab, die das Quartett nun hörbar hineinfräst: Damit entfaltet IN THE COURT OF THE DRAGON mehr von der ungestümen Energie und Metalcore-Gewalt der ersten Trivium-Alben – es kracht, es atmet, es lebt, und ist in Wahrheit doch ein brillant geschmiedetes Eisen voller beeindruckender Details (produziert von Könner Josh Wilbur).

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Trivium sind längst nicht nur Meister an ihren Instrumenten, sondern auch im Songwriting, und können zugleich sengendes Metal-Feuer sowie hymnische Eingängigkeit entfachen. Nummern wie der Titel-Song oder ‘No Way Back Just Through’ ballern modern und bedienen alle traditionellen Werte des klassischen Heavy bis Thrash Metal: zackig, dynamisch, heftig und melodisch drücken die Florida-Metaller neunmal am Stück die richtigen Knöpfe. Gekrönt von packenden Refrains, veredelt mit halsbrecherischen Gitarrensoli und verfeinert mit dezenten Orchestrierungen bleibt bei ‘Like A Sword Over Damocles’, ‘From Dawn To Decadence’ und ‘Fall Into Your Hands’ garantiert kein Kopf ungeschüttelt und Hintern ungewackelt, während das düster-beschwörende ‘The Shadow Of The Abattoir’ (mit tiefem, sehr direkt wirkendem Klargesang des am Mikrofon immer weiter über sich hinauswachsenden Matthew K. Heafy) und das pumpende Finale ‘The Phalanx’ für Drama sorgen.

Der dritte METAL HAMMER-Soundcheck-Sieg für Trivium (nach VENGEANCE FALLS, 2013, und THE SIN AND THE SENTENCE, 2017) unterstreicht es: IN THE COURT OF THE DRAGON wird gewiss nicht verpuffen, sondern die Konkurrenz mit Drachenfeuer in der Pfeife rauchen!

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