Zehn Jahre sind seit dem letzten Album der Schweden ins Land gezogen. Zehn Jahre, in denen die ursprünglich aufgrund ihrer Nähe zum Desert Sound oftmals bemühten Queens Of The Stone Age-Vergleiche allein schon aufgrund der stetigen stilistischen Emanzipation der großen Vorbilder nicht mehr ganz ins Bild passen. Wenn überhaupt, bleibt das Trio, angeführt von Gründungssänger/-Bassist Ozo (Oskar Cedermalm) und -Gitarrist Dango (Niklas Källgren) den frühen Wüstenursprüngen treu und feiert eine Fuzz-verliebte Stromgeneratoren-Party, zu der man Fu Manchu, Dozer oder 10000mods einladen könnte. Verlässt man die Wüste einmal als ständigen Referenzrahmen, schlägt diesmal vor allem in den Gesangsmelodien die Nähe zu und der Einfluss von System Of A Down noch stärker zu Buche. Der gekonnte Einsatz von Kontermelodien oder ein dramaturgisch cleveres Dynamikspektrum wie in ‘Truce’ machen deutlich, dass Truckfighters das Spiel der Gegensätze perfekt beherrschen. Dass der in der Albummitte thronende, primär instrumentale Titel-Track mit seinem entspannten Bongospiel und Spoken Word-Passagen gar zum ätherisch-atmosphärischen Schneidersitz-Song gerät, ist zwar gewagt, aber auch unglaublich cool. Genauso müssen aber auch ‘Gath’ mit seinem an eine Mandoline erinnernden melodischen Mantra oder das an Greenleaf gemahnende ‘Bad Horse’ ebenfalls positive Erwähnung finden.
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