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Turnstile GLOW ON

Crossover/Alternative, Roadrunner/Warner (15 Songs / VÖ: 27.8.)

5/ 7
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Die aus Baltimore stammenden Turnstile sind musikalische Chamäleons. Insbesondere die letzten der etwas mehr als zehn Jahre ihrer bisherigen Aktivität haben gezeigt, dass die Band nicht gewillt ist, sich in irgendeiner Form mit Stagnation abzufinden. Das vorab ausgekoppelte ‘Holiday’ machte es bereits deutlich und war beileibe kein Verwirrung stiftender Zwischenhappen mit dem Charakter eines Ablenkungsmanövers. Turnstile sind dem Hardcore und sich selbst entwachsen, experimentieren gerne und viel und suchen sich selbst eine neue Nische – die sie auch gefunden haben und sich momentan mit niemandem teilen müssen. Turnstile vermischen auf GLOW ON alles Mögliche, das ihnen (und uns) Spaß macht: metallische Riffs, coole Grooves, poppige Melodien, schnoddriger bis einfühlsamer Gesang, kurze Gangshouts und vieles mehr. Für die Jüngeren unter euch: Das klingt frisch, modern und bewegt sich fernab jeglicher Hardcore-Klischees (dazu fehlt in der Breite die Härte).

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Für die Älteren unter euch: Denkt an eine moderne Neuauflage von Helmet, Melo-Punk/Hardcore, poppigem Achtziger-Flair und der coolen Schnoddrigkeit von Suicidal Tendencies/Infectious Grooves in der Interpretation der Generation Instagram. Das ist sehr offen, mutig und mit einem großen Fragezeichen versehen – werden es Turnstile mit diesem Mix schaffen, sich neue Hörerschaften zu erschließen, die sich weder vor punkigen Beats noch einer gefühlvollen Ballade fürchten? Zu wünschen wäre es ihnen, denn GLOW ON ist zwar nichts für gebrochene Nasen im Moshpit, aber super „Urlaubsmusik“. Nach dem Tippen dieser Zeilen wird es Zeit für eine Runde Stand-up-Paddling oder ähnliche neumodische Rentnersportarten. Nur Spaß. Oder doch nicht? GLOW ON ist auf jeden Fall coole Mucke für die Sundowner-Party danach (Begriff aus einschlägigen „Frauenzeitschriften“ geliehen).

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Zum Todestag: Vor zehn Jahren starb David Bowie

10. Januar 2016: David Bowie ist tot. Noch zwei Tage vorher hatte der Musiker BLACKSTAR veröffentlicht. Ein düsteres, okkultes Album, das genau das verkörperte, was ihm bevorstand.  Bowie und der Tod Bowie war mit der Endlichkeit vertraut. 1969 besang er in ‘Space Oddity’ das mysteriöse Verschwinden des fiktiven Astronauten Major Tom und zündete damit seine langlebige Karriere. 1973 ließ er seine berühmte Bühnenfigur Ziggy Stardust sterben. 1975 entrann er selbst nur knapp dem Drogentod in Los Angeles, und 2004 erlag er beinahe einem Herzinfarkt. Doch nie hatte der Künstler den Tod so deutlich besungen wie auf BLACKSTAR.  In den dazugehörigen…
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