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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Veil Of Maya FALSE IDOL

Djent, Rykodisc/Warner (13 Songs / VÖ: 20.10.)

5/ 7
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Zugegeben: An dem überragenden Machtwerk PERIPHERY III – SELECT DIFFICULTY kommen auch die US-Djenter Veil Of Maya nicht vorbei. Das ist angesichts der brutalen Qualität jener Scheibe allerdings keine Schande, denn die Mannen aus Chicago schaffen es trotzdem, auf ihrem sechsten Album hochklassigen, modernen Progressive zu veröffentlichen, der einerseits durch seine Komplexität und andererseits seine großen Refrains lebt. Dabei folgt die Band dem Weg, der mit MATRIARCH im Jahr 2015 begonnen wurde, denn die Deathcore-Vergangenheit des Quartetts ist nur noch in vereinzelten Ausbrüchen zu spüren (‘Follow Me’).

Stattdessen dominieren herrliche Progressive-Leads, verschobene Rhythmik und zuckersüßer Klargesang, der durch abgründige, im typischen Djent-Sound gehaltene Rhythmus-Riffs konterkariert wird. Veil Of Maya orientieren sich dabei gezielt an den Größen des Genres, zeigen aber im Vergleich zu Periphery, Volumes, Northlane und Co. deutlich mehr Härtekante (‘Pool Spray’). Schön ist, dass nur selten zum verschwurbelten Selbstzweck gerifft wird – die Songs sind als solche klar erkennbar, und manch eingängiger Chorus zeigt Hit-Potenzial. Insgesamt ist der glasklar abgemischte Sound von Veil Of Maya etwas zu austauschbar, Kracher wie ‘Doublespeak’ oder ‘Whistleblower’ hin oder her.

Zwar wagt die Band speziell in der zweiten Albumhälfte etwas häufiger den Ausbruch aus dem Djent-Schema (wie unter anderem die sich in einen Blastbeat auflösenden Streicher in ‘Manichee’ sowie das sanft beginnende ‘Citadel’, das sich in einen heftigen Brecher steigert), doch insgesamt sind Veil Of Maya den Genre-Traditionen etwas zu sehr verhaftet. Dennoch: Freunde des modernen Progressive (aka „Djent“) kommen mit FALSE IDOL dank abgefahrener Riffs und Mitzählrhythmik selbstverständlich voll auf ihre Kosten. Sehr schön!

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