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Vildhjarta MÅSSTADEN UNDER VATTEN

Progressive Metal, Century Media/Sony (17 Songs / VÖ: 15.10.)

5.5/ 7
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Vildhjarta spielen in ihrer eigenen Liga. Oft kopiert, nie erreicht. Die Schweden haben Prog Metal und Djent vor zehn Jahren in neue Kreativsphären katapultiert. Mit MÅSSTADEN schenkten sie der Djent-Community ein Meisterwerk mit reichlich Bausätzen zum Grübeln und Nachbasteln. Eine Dekade brauchte es, bis das zweite Album MÅSSTADEN UNDER VATTEN aus ihren Denkfabriken kroch. Das liegt nicht nur an der hauseigenen Perfektion, sondern auch am rasch wachsenden Erfolg von Humanity’s Last Breath, dem zweiten Projekt von Band-Kopf und Drummer Buster Odeholm. Ihre – mit massig ­Meshuggah angereicherten – rhythmischen Rätsel wüten in einer Dringlichkeit, die trotz aller Unebenheiten in einen mitreißenden Fluss mündet und an jeder Ecke überrascht. Zwischen undenkbarste Taktgefüge zucken und stechen die voneinander am weitesten entfernten Saitenenden der Gitarren. Spielerische Unruhe, die den Geist mit einer fast schon furchtbaren Ungewissheit lähmt und zugleich beflügelt.

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Diese bunte Wundertüte wurde 2021 schwarz angestrichen. Heute werden in müßigem Midtempo die Windungen der Eingeweide ganz behutsam und gewissenhaft durchgerührt, wie sie es in ‘Brännmärkt’ oder dem Finale ‘paaradiso’ eindrücklich exerzieren. ‘Måsstadens Nationalslång (Under Vatten)’ greift eines ihrer berühmtesten Gitarrenmotive auf und macht klar: Hier folgt der zweite Akt. Wolfsgeheul in ‘Heartsmear’, chorale Gesänge in ‘Vagabond’, flirrende Flageoletts in ‘Phantom Assassin’, mürbe machende Dynamiken in ‘Sunset Sunrise’ – MÅSSTADEN UNDER VATTEN braucht seine Zeit, um bei den seltsam verstreuten Details durchzusteigen. 17 Songs auf 80 Minuten Wahnsinn sind nicht ohne, darum wäre hierbei seelischer Beistand wärmstens zu empfehlen.

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