Seit PIRATES II – ARMADA (2024) gehören Visions Of Atlantis aus meiner Sicht zur Speerspitze des Symphonic Metal-Genres. Als Aufgalopp in das neue Jahr präsentieren die Österreicher dieses grandiose Album in einem orchestralen, instrumentalen Gewand. Interessant ist, dass die Lieder im Übergang vom sinfonischen Metal zum Soundtrack kaum an Charakter verlieren, wenngleich die musikalische Umsetzung natürlich eine andere ist. Der Bombast und die emotionale Griffigkeit sind nun mal grundsätzlich Teil dieses Metal-Genres, weswegen sich PIRATES II – ARMADA witzigerweise gar nicht so viel anders anfühlt. Aber: In der rein orchestralen, instrumentalen Form gibt es zu wenig Ankerpunkte, von denen man gefesselt wird. Der Titel-Song thront weiterhin über allem anderen und verkörpert nach wie vor Dynamik, Esprit und Wucht. Bei vielen anderen Liedern fehlt der wankende Seegang der Originalversionen. Nichtsdestotrotz ein nettes Add-on zu einem fantastischen Album. Aber auch nicht mehr.
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