2023 meldeten sich Vomitory nach langer (Studio-)Auszeit mit ALL HEADS ARE GONNA ROLL bärenstark zurück. IN DEATH THROES führt den Siegeszug fort und heizt abermals Spekulationen an: Hat die 1989 gegründete und 2013 vorerst aufgelöste Death Metal-Institution während ihrer Ruhephase in einem Jungbrunnen gebadet? Statt kürzerzutreten, wüten die Ü-Fünfziger weiterhin mit ungebrochener Vehemenz. Das Blast-Inferno ‘Rapture In Rupture’ gibt die Marschrichtung vor und heißt ein neues Mitglied willkommen: Christian Fredriksson, der seinen Vorgänger Peter Östlund schon auf ALL HEADS ARE GONNA ROLL unterstützte, stellt sich mit einem schneidenden Solo offiziell vor. Auch im weiteren Verlauf malträtiert der Lead-Gitarrist seine Axt und gliedert sich perfekt in die schwedische Todesmaschine ein. So entstehen Haudraufwüteriche mit Doom- (‘Forever Scorned’) und Slayer-Schattierungen (‘Erased In Red’), majestätisch eröffnende und später dreckig rockende Kracher mit Bolt Thrower-DNS (‘Wrath Unbound’), melodisch verzierte Granaten (‘Oblivion Protocol’) und Thrash-inspirierte Kopfabschrauber (Hit: ‘For Gore And Country’). Die i-Tüpfelchen setzen die waffenscheinpflichtige, von Fredriksson mitverantwortete Produktion und der in diesem Gift-und-Galle-Kontext augenzwinkernde Song-Titel ‘Two And A Half Men’. IN DEATH THROES bestätigt: Vomitorys Rückkehr gehört zu den sinnvollsten der letzten Jahre.
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