Toggle menu

Metal Hammer

Search
Blackout Tuesday
Logo Daheim Dabei Konzerte




Waldgeflüster MONDSCHEINSONATEN

Black Metal, Nordvis/RTD (7 Songs / VÖ: erschienen)

4.5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

In den USA wurden Münchens Waldgeflüster nicht nur aufgrund ihrer Split mit Panopticon in einschlägigen Black Metal-Kreisen heißer gehandelt als in der Heimat – mal sehen, was MONDSCHEINSONATEN daran ändert. Ein Grund für die US-Zuneigung ist auf jeden Fall geblieben: Die Balance zwischen Atmosphärischem, Folk und Gemetzel steht klar in der Agalloch-Nachfolge. Erst einmal gilt es allerdings, eine ‘Einleitung’ genannte Einleitung von drei Minuten Windgeräuschen, Geklimper und „Ah-haaa“s zu überstehen – Beschränkung auf das Wesentliche war auch noch nie das Ding von Waldgeflüster. ‘Der Steppenwolf’ eröffnet das eigentliche Geschehen mit spürbaren Agrypnie-Vibes (vor allem durch die core-mäßigen Vocals), vielschichtigem Arrangement und Post Black Metal-Dynamik.

MONDSCHEINSONATEN bei Amazon

Viel hilft auch hier viel, mit mehrstimmigem Gesangs/Gebrüll-Vortrag, Spoken Word-Elementen à la Helrunar, weiterem Akustikgerupfe, wogegen sich die schön artikulierten, melodisch-melancholisch flirrenden Riffs manchmal etwas schwertun. Wie schon beim Vorgänger RUINEN glänzen Waldgeflüster dann, wenn sie auf der richtigen Langstrecke (10+ Minuten) die Kontrastschere ganz weit aufmachen und somit die Chance eröffnen, sich in der Musik zu verlieren statt holterdipolter von einem Element zum nächsten geschleudert zu werden. ‘Gipfelstürmer’ ist solch eine Reise en miniature und mein Highlight dieses Albums, das Fans von RUINEN mit Sicherheit gefallen wird, aber ein wenig den Willen zur nächsten Ausbaustufe vermissen lässt. Überdurchschnittlich, aber nicht überragend.

teilen
twittern
mailen
teilen
Max Raabe #DaheimDabei

Max Raabe ist ein Solitär, der ein eigenes nostalgisches Genre begründet hat: die Hommage an das gepflegte Salon-Chanson. 1986 versammelte er das Palast-Orchester, das sich den Liedern der 20er-Jahre im Stil der Comedian Harmonists verschrieben hat. Mit seinem geschmeidigen Bariton interpretiert der ausgebildete Opernsänger süffisant-ironisch die geistreichen, gewitzten Schlager und Couplets der großen Songschreiber der Weimarer Republik. 1992 schrieb Raabe in derselben Manier das satirische Stück „Kein Schwein ruft mich an“, das zum Radiohit avancierte. Das Palast-Orchester unternahm wunderbar dokumentierte Konzertreisen nach Israel, Japan und in die USA, wo es mehrfach in der Carnegie Hall auftrat. Seit zehn Jahren nimmt…
Weiterlesen
Zur Startseite