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Whitechapel Mark Of The Blade

Deathcore, Metal Blade/Sony (11 Songs / VÖ: 24.6.)

5/ 7
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Whitechapel sind nicht erst seit dem fulminanten OUR ENDLESS WAR (2014) ein wichtiger Begriff auf der Deathcore-Landkarte, haben sich aber seit THIS IS EXILE (2008) deutlich mehr Groove und erheblich weniger Hochgeschwindigkeit angewöhnt. Mit MARK OF THE BLADE geht die Band auf den ersten Blick zunächst wenig Risiko ein: Sägeblatt aufs Cover, und die zuletzt gewohnte Mischung aus groovendem Death, tiefen Shouts und brutalen Breakdowns auf die Platte gehievt. So gut, so gewohnt – zumal der Gitarren-Sound noch ein Stück fieser geworden ist.

Doch dann das: Slipknot-Clean-Gitarren! ‘Snuff’-ähnlicher Klargesang! Zarte Gitarrenmelodien! Ein rockiges Solo! Mit ‘Bring Me Home’ beweist das bis dato vollständig gnadenlose Abrisskommando, dass es auch noch andere Gefühle als Hass und Wut im Repertoire hat. Sicher, die Melodieausflüge, die eine erstaunliche Vielseitigkeit beweisen, beschränken sich auf wenige Songs (‘Brotherhood’, ‘Decennium’). Großteile von MARK OF THE BLADE sind von der gewohnten Brutalinski-Brothers-Attitüde geprägt, auch wenn in diesem Stil oftmals sozialkritische Anmerkungen (‘Elitist Ones’, ‘A Killing Industry’) vorgetragen werden.

In vielen Songs finden sich allerdings eingestreute Gitarrenmelodien, Klargesangsprengsel und etwas verträumtere Grooves. Zudem wirkt das gesamte Arrangement erheblich weniger offensichtlich als zuvor. Und das überzeugt: Whitechapel haben sich auf MARK OF THE BLADE der Melodie geöffnet und damit vielleicht entscheidend weiterentwickelt – ohne ihre markige Sägeblattidentität an der Garderobe abzugeben!


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