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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Witchery I AM LEGION

Thrash Metal , Century Media/Sony (11 Songs / VÖ: 10.11.)

6/ 7
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Eine Überraschung in doppelter Hinsicht: Nachdem IN HIS INFERNAL MAJESTY’S SERVICE lange auf sich warten ließ, geht nun alles ganz schnell im Hause Witchery: Die Black-Thrasher aus Schweden legen mit I AM LEGION nur ein knappes Jahr später schon wieder eine neue Attacke vor – und entscheiden zum ersten Mal in ihrer unsteten, aber langjährigen Geschichte den METAL HAMMER-Soundcheck für sich.

Dass zwischen beiden Werken auch ein vorzeigbares The Haunted-Album das Licht der Welt erblickte, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Bei Chef-Riff-Gott Patrik Jensen sprudeln die kreativen Ideen offenbar nur so vor sich hin – egal, in welchem Tempo: Der aktuelle, von Krächzer Angus Norder erneut ansprechend garstig intonierte und um eine punkige Note bereicherte Witchery-Sound funktioniert nicht nur in getragen-pompöser Marschgeschwindigkeit (‘True North’), sondern auch brachial sägend (‘Of Blackened Wing’) und mit atmosphärischer Note (‘A Faustian Deal’).

Das verstärkt die sowieso schon eigen(artig)e Mischung von wütendem Thrash und bösartigen schwarzmetallischen Akzenten umso mehr und erhöht den Abwechslungsreichtum der Platte, die zusätzlich mit drei Gastauftritten aufwartet: Wie bereits in der Vergangenheit geben sich die King Diamond-/Mercyful Fate-Gitarristen Mike Wead und Hank Shermann die Ehre; dazu veredelt Lock Up-Schlagzeuger Nicholas Barker Jensens Lieblingsstück ‘Welcome, Night’ mit einem kurzen Spoken Word-Teil. Seine größten Stärken offenbart das knapp 40-minütige Werk jedoch in den hart eingedroschenen Unfassbarkeiten ‘Amun-Ra’ und ‘Seraphic Terror’, die Fans bald hoffentlich auch live die Nacken brechen werden.

In ihrer aktuellen Form machen Witchery definitiv Spaß – und untermauern ihre Bedeutung als ungezähmter und vielleicht genau deshalb derart unbändig starker Nebenschauplatz von Musikern aus Arch Enemy-, Opeth- und The Haunted-Kreisen, die einfach diebische Freude an ihrer Musik empfinden. Apropos: Wer am Ende des finalen Tracks ‘The Alchemist’ eine satanische Botschaft erkennt, darf sie behalten.

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