Wolfheart DRACONIAN DARKNESS

Melodic Death Metal, Reigning Phoenix/Warner (9 Songs / VÖ: 6.9.)

5.5/ 7
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Tuomas Saukkonen ballert – aber mit Sinn und Ver­-stand. Seine Band Wolfheart ist seit gerade mal etwas mehr als zehn Jahren im Ge­schäft, doch der Finne bringt bereits das siebte Album hervor (von Nebenschau­plätzen wie Before The Dawn und Dawn Of Solace ganz abgesehen). Umso erstaunlicher wirkt es, dass der Hüne mit seiner Hauptgruppe nicht etwa auf Nummer sicher geht, sondern sich (neben einem Label-Wechsel) auch künstlerisch weiterentwickelt: Schon auf KING OF THE NORTH drangen auflockernde Elemente in den nordisch-harschen Melodic Death Metal, doch mit Produzent Saku Moilanens nun noch dominanterer Einbindung von Orchestrationen vollzieht die Gruppe einen weiteren Schritt. Dies mag artifizieller klingen und dem aggressiven Grundton entgegenstehen, ergänzt ihn aber stimmig und pointiert die emotional-melancholische Komponente, die Wolfheart seit jeher innewohnt – mit überzeugenden Ergebnissen wie etwa ‘Death Leads The Way’, das exemplarisch für diverse Hit-Kandidaten steht.

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In einigen Songs ergänzt Klargesang die Growls (‘Ancient Cold’, ‘Scion Of The Flame’, ‘The Gale’), in anderen erklingen Chöre (‘Burning Sky’), fragile Überleitungen (‘Grave’) oder finnische Worte (ebenda) – DRACONIAN DARKNESS ist ein großartiges Auf und Ab, eine packende Reise durch alle denkbaren Gefühlszustände und ein weiterer Beweis dafür, dass sich Emotionalität und Stärke keineswegs widersprechen.

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Great White: Mark Kendall erinnert an Jack Russell

Zusammen mit Lorne Black (Bass), Gary Holland (Schlagzeug) und Sänger Jack Russell gründete Mark Kendall 1982 Great White. Inzwischen ist der Gitarrist das einzig verbliebene Ursprungsmitglied. Im Lauf der Jahrzehnte gab es viele Höhen und Tiefen – sowohl musikalischer als auch persönlicher Natur. Eines blieb jedoch konstant: Die Freundschaft zwischen Jack Russell und Mark Kendall. Letzterer sprach kürzlich mit Mark Strigl und erinnerte sich voller Wohlwollen an seinen langjährigen Freund und Kollegen Russell: „Jack und ich waren während unserer gesamten Karriere eng verbunden. Es gab keinen Hass oder so etwas. Es waren Süchte und solche Dinge, die einfach passierten. Und…
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